Vital und Fit durch Teegenuss
Artikel (Nr.1060) wurde am 30.10.2009 veröffentlicht
Entsprechend einer alten orientalischen Faustregel bereitet man Tee in der mit heißer Flüssigkeit angewärmten Teekanne zu, benutzt pro Tasse einen gestrichenen Esslöffel Teeblätter, übergießt sie mit siedendem Wasser und gießt dann den Aufguss nach ca. sechs Minuten in eine zweite Teekanne. Experten raten, den Aufguss nur zwei Minuten ziehen zu lassen, da nach dieser Zeit die im Tee enthaltenen Gerbstoffe frei gesetzt werden, die die belebende Wirkung des Coffeins im Tee lindern. Tee kann man je nach Gefallen mit Vollmilch, Kandiszucker, Honig, oder Rum genießen.
Die Auffassung, in Teebeuteln befinde sich Tee minderer Qualität, ist nicht wahr. In den Teebeuteln sind erlesenere Qualitäten ohne Stängel. Jeder der ein Teeei verwendet, sollte dieses circa zur Mitte voll machen. Denn nach dem Aufbrühen mit kochendem Wasser quillen Teeblätter auf und nehmen so an Volumen zu. Die Teeblätter brauchen zur Entfaltung Raum. Der Geschmack des Tees ist von dem Qualitätsstandard abhängig. Die bestmöglichste Tee-Güteklasse bringen die Gemma und die jüngsten Blättchen der Pflanze. Nachdem die Teeblättchen gepflückt sind, müssen sie zunächst welken, dann werden sie geschnitten, fermentiert und endgetrocknet. Manche Tees werden nicht fermentiert sondern anstattdessen mit Wasserdampf behandelt.
Gesundheitsdienliche Ingredenzien, die vor Krankheiten schützen, werden dabei konserviert. Der beste Tee allgemein soll der Jiaogulan Tee sein, welcher auch "Lebenskraut" heißt, kein Teei noch Koffein enthält, dennoch belebend ist und eine günstige Wirkung auf die Fitness von Menschen hat. Die Knospen der rasend schnell heranwachsenden, durchschnittlich sechs m großen Staude, die zu den Kürbisgewächsen gehört, werden in der Japanischen Heilkunde als Arznei benutzt. Die Jiaogulanpflanze zählt in den europäischen Ländern nicht wirklich zu den Pharmazeutika, sondern ist ein Genussmittel. In den USA wird dieser etwas süßlich mundende Tee, dort auch als "Anti-Aging-Tee" betitelt, schon lange gekauft, in Europa ist er noch etwas unbeachtet.
Ein Tee der ganz außergewöhnlichen Sorte ist Reishi, ein Pilz, dessen heilende Wirkung das biologische Abwehrsystem, die Nieren und die Verdauung vorteilhaft beeinflusst. Der Japanische Begriff Wan Zhi meint so viel wie "Pilz der Unsterblichkeit" beziehungsweise "Sechstausend-Jahrhunderte-Pilz". Zum Tee werden hauchdünn geschnittene, gedorrte Scheibchen benutzt, die einen Tag lang in frischem Wasser eingeweicht werden sollten. Schließlich wird das Wasser mit dem Pilz erwärmt und elf Minuten kochen gelassen und durch ein Sieb abgeschüttet. Die Jiaogulanpflanze schmeckt ein wenig herb-bitter und sollte mit Süssstoff oder Rohrzucker genossen werden.
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