Vitaltee
Artikel (Nr.1099) wurde am 19.02.2009 veröffentlicht
Laut einer berühmten englischen Regel bereitet man Tee in einer mit heißem Wasser ausgespülten Kanne zu, nimmt pro Tasse einen TL getrockneter Teeblätter, übergießt sie mit kochend heißem Wasser und gießt dann das Aufgussgetränk nach sechs min. in eine zweite vorgewärmte Teekanne. Profis raten an, den Aufguss nur drei min. ziehen zu lassen, da danach die in den Teebestandteilen enthaltenen Bitterstoffe frei gesetzt werden, die den belebenden Effekt des Purin-Alkaloids im Tee abschwächen.
Tee kann man nach Gefallen mit Dosenmilch, Zuckerwürfeln, Zitrone, oder Arrak genießen. Die Annahme, in Teebeuteln befinde sich Tee minderer Güteklasse, ist nicht richtig. In den Teebeuteln sind erlesenere Stückchen ohne Halme. Wer ein Tee-Ei verwendet, sollte jenes circa zur Hälfte füllen. Durch das Überschütten mit kochendem Wasser quellen die Teebestandteile auf und nehmen so an Größe zu. Tee benötigt zu der Entfaltung Raum. Der Geschmack des Aufgusses ist von der Güteklasse abhängig. Die erstklassigste Tee-Qualitätsklasse ergeben die Gipfelknospen und die jüngsten Blätter des Strauches. Wenn die Blätter geerntet sind, müssen sie fürs Erste antrocknen, später werden sie gehackt, oxidiert und getrocknet.
Einige Tees werden aber nicht oxidiert sondern anstattdessen gedämpft. Heilsame Inhaltsstoffe, die vor Diabetes schützen, bleiben erhalten. Der gesündeste Aufguss weltweit soll der Jiaogulan Aufguss sein, welcher ebenfalls "Kraut des Lebens" heißt, kein Methyltheobromin oder Koffein beinhaltet, dennoch anregend ist und einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden von Personen hat. Die Knospen der rasch heranwachsenden, maximal zehn m großen Pflanze, die zu den bedecktsamigen Pflanzen zählt, werden in der thailändischen Medizin als Arznei verwendet. Der Tee zählt in der EU nicht wirklich zu den Pharmazeutika, sondern ist ein Nahrungsergänzungsmittel. In England wird dieser ein bisschen zuckerig anmutende Tee, teils auch als "Jung-bleib-Tee" umworben, schon eine ganze Zeit lang gekauft, in Deutschland ist er noch ziemlich unbeachtet.
Ein Tee der absolut exklusiven Spezies ist Reishi, ein Vitalpilz, dessen therapeutische Wirkung das Immunsystem, die Leber und den Stoffwechsel günstig beeinflusst. Der Thailändische Name Wu Ling bedeutet "Unsterblichkeitspilz" oder etwa "Zweitausend-Jahre-Pilz". Bei dem Tee werden schmal zertrennte, gedorrte Scheibchen verwendet, die eine Nacht lang in lauwarmen Wasser aufquellen sollten. Anschließend wird die Flüssigkeit mit dem Pilz erwärmt und sechs min. kochen gelassen und anschließend abgeseiht. Der Tee schmeckt ein wenig herb-bitter und kann mit Süssstoff oder Zucker gesüßt werden.
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