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   Artikel Spätzle selber machen für Nicht-Schwaben
Spätzle selber machen für Nicht-Schwaben
Artikel (Nr.114) wurde am 18.12.2006 veröffentlicht

Spätzle selber machen ist einfacher als viele meinen. Nur, wenn Sie eine „Echte Schwäbische Hausfrau“ fragen, wird die Antwort ungefähr so ausfallen:“ „Also, ich mache natürlich die besten Spätzle weit und breit, das fängt natürlich schon beim Teig an, da nehme ich nur Eier, niemals Wasser, und wenn dann nur Mineralwasser, das macht den Teig lockerer und dann natürlich schlagen, schlagen, schlagen….. und, und, und!“

Klar, Sie können Sich nun auch die selbe Mühe machen, oder Sie können es auch lassen, denn Spätzle schmecken immer. Sie sollten die Spätzle nur frisch machen, die fertig gekauften schmecken wirklich nicht und tragen nur zum schlechten Ruf der Spätzle bei.

Das Grundrezept ist wirklich einfach: 100 g Mehl, (100g Mehl ist für eine Person die richtige Menge) ein Ei, etwas Salz zu einem Teig schlagen („Echte Schwäbische Hausfrauen“ schlagen ihren Teig mit einem hölzernen Kochlöffel) und nach und nach soviel Flüssigkeit (Milch, Wasser…) dazugeben bis der Teig zähflüssig ist. Sie dürfen natürlich gerne eine Rührmaschine, Mixer oder Zauberstab dazu nehmen.

Jetzt den Teig nur noch durch ein geeignetes Gerät ins kochende Salzwasser schaben. Wichtig ist nur, die Spätzle sind sofort fertig wie diese ins kochende Wasser fallen. Sie sehen es daran, dass die Spätzle oben schwimmen.

Es gibt im wesendlichen 4 geeignete Methoden den Teig ins Wasser zu schaben.

Die traditionsreichste: Schaben Sie die Spätzle mit einem Messer in gleichmäßigen dünnen Streifen ins kochendes Wasser. Bitte vorsichtig sein, wenn nicht mindestens 30% schwäbisches Blut in Ihren Adern fließt, Ihnen das Schaben nicht in Ihrer frühen Jugend von Ihrer Großmutter beigebracht wurde, könnte es sein, dass mehr Spätzle auf Herd und Küchenboden verteilt sind als im Topf.

  1. Der Spätzleschwob, ja so wird die Kartoffelpresse genannt, mit der viele Schwaben Ihre Spätzle machen. Geht eigentlich ganz einfach, wenn der Teig zu hundert Prozent die richtige Konsistenz hat und ein kräftiger Mann Ihnen hilft den Teig mit roher Gewalt durch die Presse zu drücken. Ist der Teig zu dünn kommt er überall heraus, ist er zu dick, ja dann hilft ja der kräftige Mann.
  2. Der Spätzlehobel: Damit geht es auch, passen Sie nur bitte auf, dass Sie den Schieber nicht vorne und hinten über den Hobel hinaus schieben, sonst läuft Ihnen der Teig am Topfrand auf die heiße Herdplatte und da lässt er sich sehr schwer wieder wegputzen.
  3. Das Spätzlewunder: www.spaetzlewunder.de Das ist eine rund Scheibe aus Kunststoff, die passgenau auf Ihren Topf sitzt. Damit schaben Sie mit Hilfe eines Schabers die Spätzle einfach und schnell in den Topf. Das schöne daran, es spielt keine Rolle ob Ihr Teig nun eher dicker oder flüssiger ist, damit funktioniert es immer.

 

Also trauen Sie Sich ruhig mal an frisch gemachte Spätzle heran. Die sind (ohne Wasser zum Kochen zu bringen) in 3 Minuten fertig, schmecken sehr gut und wenn Sie die Spätzle selber machen wissen Sie was drin ist.

Wenn Sie noch tolle Spätzlerezepte brauchen….. www.spaetzlewunder.de

Siegfried Muxel

Selber gekocht schmeckt besser!

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