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   Artikel Die Renteninformation der deutschen Rentenversicherung
Die Renteninformation der deutschen Rentenversicherung
Artikel (Nr.1145) wurde am 27.04.2009 veröffentlicht

Jedes Jahr bekommen die Bürger einen Brief von der Deutschen Rentenversicherung zugeschickt. Darin erfahren sie unter anderem welche monatliche Rente sie im Alter vom Staat erhalten werden, vorausgesetzt, dass sich in Zukunft die Einkommensverhältnisse nicht großartig ändern. Wozu wird diese Renteninformation aber eigentlich gebraucht? In erster Linie sollen die Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung einen Überblick über bisher erworbene Rentenansprüche und den aktuellen Stand des Versicherungskontos erhalten. Dadurch kann der Versicherte kontrollieren, ob alle rentenrechtlichen Zeiten korrekt von der Behörde erfasst wurden und eventuelle Fehler korrigieren. Außerdem soll jeder gesetzlich Rentenversicherte in die Lage versetzt werden, inwieweit die gesetzliche Rente im Alter einmal zur Deckung der alltäglichen Ausgaben reichen wird.

Für die zusätzliche Altersvorsorge neben der gesetzlichen Rente ist jeder selbst verantwortlich. Möglichkeiten zur eigenverantwortlichen Vorsorge gibt es genügend, z. B. betriebliche Altersvorsorge, Riester-Rente, private Rentenversicherung, Lebensversicherung, private Geldanlagen oder Immobilien. Bei der Abschätzung des Vorsorgebedarfs machen viele Menschen jedoch einen entscheidenden Fehler, indem sie sich zu sehr auf die in der Renteninformation ausgewiesene Rente verlassen.

Dabei vergessen sie einerseits, dass auf die ausgewiesene Rente noch Steuern bezahlt werden müssen und die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung abgezogen werden. Der Hinweis in der Rentenformation auf eine mögliche Entwertung der Rente durch die Inflation wird meist einfach überlesen. Was dies bedeutet machen sich nur die wenigsten klar: Eine prognostizierte Rente von 800 Euro ist in 30 Jahren gerade mal noch 400 Euro wert. Normalerweise sollen gelegentliche Rentenerhöhungen diese Preissteigerungen ausgleichen. In den letzten Jahren waren die Erhöhungen jedoch meist geringer, als die aktuelle Inflationsrate oder sind ganz ausgefallen.

Ein kleiner Anhaltspunkt für das, was einen zu Rentenbeginn erwartet, ist die in der Renteninformation ausgewiesene erwartete Rente unter Ignorierung eventueller zukünftiger Rentenerhöhungen. Vorsorgeexperten raten jedoch dazu, eher noch großzügigere Abschläge einzukalkulieren, um realistisch einschätzen zu können, wie viel Geld tatsächlich im Alter als gesetzliche Rente zur Verfügung steht.

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