Partyspaß oder ernste Angelegenheit?
Artikel (Nr.1156) wurde am 12.05.2009 veröffentlicht
Als in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein Japaner die ersten Karaoke – Maschinen erfand und in einer Bar in Kobe aufstellte konnte er sich vermutlich selbst noch nicht vorstellen, welchen Siegeszug diese Maschine und die dahinter stehende Technik um den gesamten Globus antreten würde. Schon nach wenigen Jahren wurde die Erfindung des Daisuke Inoue von großen Unternehmen der Unterhaltungsindustrie vermarktet und weltweit verbreitet, Bänder, CDs und Karaokedateien finden nach wie vor reißenden Absatz.
Hierzulande wird das Karaoke – Singen eher als Partyspaß betrieben, bei dem sich auch und gerade ungeübte Sänger zum Teil zur großen Belustigung der anderen Feiernden an ihrem Lieblingsstück versuchen können. Im Ursprungsland Japan ist es allerdings wie in einigen anderen asiatischen Ländern durchaus üblich, sich für die Firmenfeier eine Kabine in einem Karaokehaus zu mieten. Sogar die meisten Hotelzimmer warten ihrem Gast mit einer mehrere tausend Stücke großen Songliste für den entspannenden Abend auf.
Wer allerdings auf mehr aus ist, als sich nur die nächste Party zu verschönen oder den entspannten Abend zu genießen, der kann beispielsweise mit Karaoke für PC oder Spielkonsole eigene kleine Perlen aufnehmen, die er sich selbst, der Familie, Freunden oder auf Wunsch auch einem breiteren Publikum zum Anhören und Beurteilen vorspielen kann.
Mittlerweile gibt es einige Communities im Internet, die neben dem Sozialen Netzwerk auch die Möglichkeit bieten, die eigenen Aufnahmen vor Publikum zu stellen. Die Welt ist auf eine Mausklick – Entfernung zusammengerutscht und lässt so zu, dass Sänger über dieserart Communities bekannt und sogar berühmt werden. Aus dem Partyspaß kann also durchaus eine ernste Angelegenheit werden. |