Die Bordeauxdogge
Artikel (Nr.1209) wurde am 18.11.2009 veröffentlicht
Geschichte
Die Bordeauxdogge stammt von den Alanerhund und zählt zu den ältesten Hunderassen Frankreichs. Sie diente als Jagd-, Kampf- und Wachhund, sowie als Gehilfen der Schlächter, dabei begleiteten sie den mit Fleisch beladenen Waagen vom Schlachthof zum Metzgerladen. Das Erstaunliche war, das sie nicht versuchten, das rohe Fleisch anzurühren.
Die Bordeauxdogge erhielt ihren Namen 1863 anlässlich der 1. französischen Hundeausstellung im Pariser Jardin d'Acclimation.
Die Hundezüchter konnten sich 1880 nicht auf den Rassenstandart der Bordeauxdoggen einigen, was dazu führte, dass 2 verschiedene Rasseclubs gegründet wurden.
Erst 1926 konnte man sich auf einen Rassestandart einigen, so wie man die Bordeauxdogge heute kennt.
Von 1939 bis 1945 wäre die Bordeauxdogge durch den 2. Weltkrieg fast ausgestorben.
Heute ist sie vor allem in Frankreich sehr beliebt.
Bei uns ist sie wohl erst durch den Film Scotch and Hutch mit Tom Hanks bekannt geworden.
Rassestandard
Die Bordeauxdogge ist ein muskulöser Hund, dessen kräftiger Körper ein harmonisches Gesamtbild ausstrahlt.
Sie ist eher bodennah gebaut, dass heißt der Abstand Brustbein-Boden ist geringer als die Brusttiefe.
Mit einer Widerristhöhe von 60 bis 68 cm (Rüden)und 58 bis 66 cm (Hündin), gehört die Bordeauxdogge zu den größeren Hunden.
Das Gewicht eines Rüden sollte mindestens 50 kg betragen, bei einer Hündin mindestens 45 kg.
Das Fell der Bordeauxdogge ist mahagonirot in allen Schattierungen. Die Maskenfarbe ist schwarz, braun und ohne Maske.
Der Kopf ist sehr breit und von Vorn gesehen trapezförmig. Er ist geprägt von symmetrischen Falten, die je nach Aufmerksamkeit des Hundes beweglich sind.
Der Kopfumfang einer Bordeauxdogge entspricht ca. ihrer Widerristhöhe, bei Hundinen kann es etwas weniger sein.
Typisch für die Bordeauxdogge ist ihr Vorbiss, dass heißt, der Unterkiefer steht klar vor dem Oberkiefer.
Die Ohren sind im Verhältnis recht klein und dunkler als das übrige Fell.
Die Gliedmaßen der Bordeauxdogge sind sehr kräftig und muskulös. Beliebiger Linkte
Charakter
Die Bordeauxdogge ist ein sehr ruhiger (wobei es da auch durchaus Ausnahmen gibt) und ausgeglichener Geselle, mit einer hohen Reizschwelle. Menschen, Tieren und vor allem Kinder begegnet sie sehr liebevoll und ist ebenso bereit, diese zu beschützen, wobei ihr Erscheinungsbild schon "Abschreckung" genug sein dürfte.
Sie braucht den nahen Kontakt zur Familie und sollte auf keinen Fall im Zwinger gehalten werden.
Die Bordeauxdogge hört aufs Wort, nur nicht aufs erste.
Sie ist ein sehr dickköpfiger, und handelt gerne im eigenem Ermessen.
Doch mit viel Geduld und einfühlsamer Konsequenz kann sie durchaus die Begleithundeprüfung schaffen. Ein Gebrauchshund ist die Bordeauxdogge dennoch nicht.
Sie ist relativ bewegungsarm und eignet sich nicht für Sportler.
Die Bordeauxdogge
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