Handys - Die Spielkonsolen von morgen?
Artikel (Nr.1255) wurde am 12.01.2010 veröffentlicht
Für einen jeden gilt bei den Spielen fürs Mobiltelefon: Sie kennen, haben und sie lieben. Es ist vielfach nicht das Verfassen einer dringenden Kurznachricht, bei dem man ein schmerzverzerrtes Gesicht erblickt, sondern es handelt sich um den Versuch, das nächste Spiel-Level eines Handygames zu erreichen. Man kann es praktisch überall sehen, im Zug, am Bahnhof, im Bus oder auch zwischendurch. Wenn die Zeit des Wartens unheimlich erscheint, sind sie wohl der begehrteste Zeitvertreib. Zu Beginn ist es ausschließlich ein Zeitvertreib, doch irgendwann wird der Wille, dem Spiel ein Ende zu machen, praktisch unbesiegbar. Sind damit die Spielekonsolen von morgen die Handys?
1972 die Magnavox Odyssey und dann im Jahr 1982 der Commodore 64, sie legten bei den Spielekonsolen und PCs das Fundament der Generation der Gamer. Grob pixeliger und einfacher hätten die Grafiken von diesen legendären Spiele aufgrund der technischen Limitiertheit nicht mehr sein können. In den vergangenen Jahren hat sich in dieser Hinsicht aber eine Menge geändert. Realitätsgetreue und intelligent durchdachte Fiktionen und Welten beherrschen die Welt der Konsolen des 21. Jahrhunderts. Die sich ständig weiterentwickelnden Technologien haben sie hervorgebracht.
Auch für unterwegs ist die Welt der Games schon zur Verfügung gestellt. Wenn man dies jetzt auf diese Welt der Spiele fürs Handy überträgt, wo sind dann die Vergleiche zu ziehen? Das Handy das es uns ermöglicht zu spielen, wie es heutzutage ist, wird es dann morgen zur Spielekonsole, die es möglich macht, auch zu telefonieren? Eine Antwort auf diese Frage kann nur JA sein - denn zum spielenden Handy und selbstverständlich die dazu gehörigen Games geht die Tendenz, ganz eindeutig! Das Vorgehen bei der Entwicklung eines Spiels vom grundlegenden Gedanken bis aufs Display eines Handys kann man größtenteils direkt vergleichen mit der bei den Spielen für Konsolen.
Eine Idee steht ganz zu Beginn, daraufhin wird das in ein Konzept für ein Spiel transformiert. Dieses Konzept des Handy-Spiels muss dann von Programmierern, Designern und Grafikern noch realisiert werden. Es wird dann nicht ausschließlich das Gameplay durchdacht, es muss ebenso auf Schwierigkeits-Grade geprüft werden. Die Designphase, wo das ganze Game gezeichnet und ebenso der Gesamt-Look ausgearbeitet wird, kommt erst, wenn diese Schritte vollzogen sind. Dann erst kann die eigentliche Programmierung erfolgen. Um einiges komplexer und vielschichtiger sind die Abläufe selbst beim Handy, verglichen mit dem legendären Atari 2006 Tennis, geworden. Heute entscheidet eben oftmals schon die Grafik darüber, ob das neue Handy-Spiel floppt oder toppt!
Vertrieben werden die Handygames über verschiedene Provider wie T-Mobile, O2, Vodafone, E-Plus. Zum Beispiel Nokia, Samsung, Sony Ericsson, also viele der Handygerätehersteller, vertreiben sie auch Internetplattformen, die sich ausschließlich mit Handy Spiele Paketen beschäftigen und sie zum Kauf anbieten oder im Abo anbieten, sind ebenfalls am Vertrieb beteiligt.
In generell die gleiche Richtung geht ganz klar der Trend bei den Handyspielen: generell nach vorne! Selbst wenn die Technologie an die der Spielekonsolen und der PCs gegenwärtig nicht richtig heran kommt, so zeigte uns die vergangene Zeit immer wieder Eines: Nämlich dass es nur generell eine Zeitfrage ist, bis eine Änderung eintritt. Diesen technischen Fortschritt, dass die Technologie der PCs und Konsolen auf die Handys angewendet wird, erwarten die Experten in etwa 2 bis 3 Jahren.
Was damit zusammen hängend aber auch kontinuierlich steigen wird, sind die Kosten für die Entwicklung eines Games. Heute gibt man schon für aufwändige Handy-Spiele hohe sechsstellige Beträge aus. Doch wird mit der neuesten Technik auch dieser Betrag nicht mehr ausreichend sein. Niemand, der den Markt für Handygames beherrschen will, kann am Budget sparen. Die Produktion von bekannten PC- oder Konsolenspielen bedeutet, das muss man dabei überlegen, neunstellige Kosten für die Entwicklung. Auch die zur Zeit aktuellen Handygames lassen gerne einmal aus einem Casual-Spieler einen Spielfanatiker werden, denn auch sie können überzeugen. Und seine Gesichtszüge werden sich auch wieder normalisieren, wenn er endlich auf dem höheren Level angekommen ist.
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