Handy trotz Schufa und die ganze Wahrheit!
Artikel (Nr.1258) wurde am 12.01.2010 veröffentlicht
Es gibt immer häufiger Angebote wie: "Handyverträge ohne Schufa" zu vergeben im Internet. In Deutschland wächst der Prozentsatz der Menschen mit schlechten Schufa-Vermerken weiter, darum ergibt das durchaus einen Sinn. Es gibt aber fundamentale Fragen, die sich dazu stellen. Ein Schufaeintrag, was ist das eigentlich? Weshalb ist die Aussage "Handy trotz Schufa" wirklich nicht ganz richtig?
Dass dieses Problem verdeutlicht wird, ist es nötig zu erklären, wie ein Schufaeintrag wirklich entsteht und was er für Auswirkungen hat. Die "Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung", die Schufa, hat seit dem Jahr 1927 ihren Unternehmenssitz in Wiesbaden. Sie prüft die Bonität eines jeden Kunden, das geschieht in Zusammenarbeit mit verschiedensten Firmen, wie es die Mobilfunknetz-Betreiber T-Mobile, E-Plus, Vodafone und O2 sind. Es gibt also, das bedeutet es letztendlich, zum Zahlungsverhalten und zum dem Stand der Verschuldung einer Person dem entsprechende Daten. Sobald nun jemand ein Darlehen aufnimmt oder irgendwelche andere Verträge abschließt, wird ein Schufaeintrag dafür angelegt. Das ist eigentlich nichts Schlimmes. An und für sich informiert die Schufa den Händler lediglich darüber, wie die Zahlungsfähigkeit eines Kunden ist. Ist die Solvenz von jemandem zu schlecht, dann ist derjenige nicht in der Lage, dass sie regelgerecht Versicherungen, Dienstleistungen oder andere Investitionen finanzieren kann. Deswegen wird bei einem Handykunden vom betroffenen Netzbetreiber die Bonität oder Kreditwürdigkeit geprüft. Damit nicht die Anbieter auf den Handyrechnungen sitzen bleiben, weil Handy-Verträge abgeschlossen werden, die nicht beglichen werden können. Um das als Beispiel zu zeigen, gehen wir den normalen Weg bis zu einem Mobilfunk-Vertragsabschluss.
In einem Handy-Laden oder einem Online-Handyshop suchen Sie sich Ihr Wunschhandy und einen passenden Tarif aus. Zum Vertragsabschluss werden nun ihre privaten Daten aufgenommen und in den Rechner eingetippt. Damit der Netzbetreiber dem Verkäufer ein Nein oder Ja für den Vertragsabschluss übermitteln kann, übermittelt er die persönlichen Daten zur Überprüfung an die Schufa oder auch an andere Kreditsicherungsgesellschaften. Sollte mit ihrer Solvenz alles ordnungsgemäß sein, so wird der Handyvertrag ohne Probleme abgeschlossen.
Wenn es allerdings mit Ihrer Solvenz Schwierigkeiten geben sollte, dann wird man Sie höchstens mit einem Prepaid-Paket vertrösten, aber der Vertrag wird dann sicher nicht abgeschlossen. Was darin aber meist nicht enthalten ist, ist ein Mobiltelefon. Nun gelangen die "Handy mit Schufa Eintrag"-Angebote in dieses Spiel. Natürlich kann man es nie sicher sagen, aber Ihre Chancen einen Handyvertrag zu erhalten sind wesentlich besser. Da die meisten Anbieter nur mit einem Netzbetreiber zusammen arbeiten, wird dadurch die Grenze der Bonität einer Person festgelegt. Die "Handy trotz Schufa"-Angebote stammen von Vertragspartners, die mit mehreren Mobilfunknetz-Betreibern kooperieren, da sie sich auf die Kunden mit niedriger Bonität eingestellt haben. Es gibt eine bessere Chance für einen Vertragsabschluss, da diese verschiedene Bonitätsgrenzen haben. der Umstand, dass diese Mobilfunk-Händler genau wissen mit welchem Handytarif und mit welchem Vertrag eine gute Chance für die Annahme besteht, ist ein weiterer Pluspunkt. Es ist aber auch bei derartigen Vertrags-Angeboten nicht garantiert, dass Sie einen Vertrag erhalten werden. Denn sie garantieren nichts, sie vergrößern nur die Wahrscheinlichkeit.
Mittlerweile finden Sie allerdings als alternative Lösung gute so genannte Vertrauens- oder Kompromissverträge. Solche Alternativ-Tarife werden von diesen Mobilfunk-Händlern neben den gängigen Verträgen angeboten. beispielsweise einen Vertrag von T-Mobile, bei dem man nach einer dreimonatigen Frist in einen Tarif mit subventioniertem Mobiltelefon wechseln kann, wenn die Rechnungszahlungen regelmäßig geleistet wurden. Eine andere Chance sind solche alternativen Tarife, die eine Kautionsstellung verlangen. Beim Abschluss eines jeden solchen alternativen Vertrages muss, um das Ausfallrisiko so klein wie möglich zu halten, in Höhe von 80 bis 400 Euro eine Sicherheitsleistung hinterlegt werden. Man kann sich zwar für diesen Betrag bereits ein qualitätsmäßig hochwertiges Handy kaufen, dann käme man aber auch nicht mehr in den Genuss eines Handyvertrages.
Die Frage, die bei vielen jetzt entstehen wird: Wo findet man solche Angebote? Viele Möglichkeiten, zu diesen Angeboten zu gelangen, gibt es zum Beispiel bei Google, Dazu tippt man einfach die richtigen Suchwörter ein: "Handy trotz Schufa".
|