Rohstofflieferant Hanf
Artikel (Nr.137) wurde am 06.02.2007 veröffentlicht
Seit jeher ist Hanf eine Pflanze, die als wertvoller Rohstofflieferant genutzt wurde. Bereits im alten Japan wurde gezielt Hanf angebaut, um aus den Hanffasern Kleidung und andere Textilien herzustellen. Auch in Europa war der Hanfanbau sehr stark verbreitet - bis er dann zur Mitte des letzten Jahrhunderts verboten wurde. Mit dieser Maßnahme versuchten die Politiker, die Herstellung von Betäubungsmitteln zu unterbinden.
Doch inzwischen ist der Hanfanbau auch in Deutschland wieder erlaubt. Hanf ist nämlich ein solch wichtiger Rohstoff, dass wir nicht auf ihn verzichten können. Natürlich gibt es auch Ersatzstoffe und Alternativen - doch diese sind deutlich teurer und qualitativ oftmals minderwertiger. So werden die meisten Kleidungsstücke aus Baumwolle gefertigt. Allerdings ist der Anbau von Baumwolle deutlich aufwendiger, und die Pflanzen liefern nur einen Bruchteil der Fasermenge, die eine Hanfpflanze liefern kann.
Bei den in Deutschland angebauten Hanfarten handelt es sich um so genannten Nutzhanf. Dies sind spezielle Sorten, die so gezüchtet wurden, dass sie kein THC bilden - sonst wäre der Anbau nämlich nicht gestattet. Des Weiteren verfügen die Pflanzen über ein äußerst kräftiges Wachstum. Somit wird sichergestellt, dass die landwirtschaftlichen Betriebe eine größtmögliche Hanfernte einfahren. Der geerntete Hanf wird anschließend an entsprechende Betriebe geliefert, in welchen die Weiterverarbeitung erfolgt. Dort werden aus den Pflanzenstilen die Fasern gewonnen und die Hanfblätter dienen zur Erzeugung von Biomasse.
Allerdings bleibt an dieser Stelle zu sagen, dass der Anbau und Verarbeitung von Hanf noch keine großen Industriezweige darstellen. Dafür sind die Anbaumengen einfach noch viel zu gering. Doch in den kommenden Jahren wird sich das mit Sicherheit ändern, von Seiten der Industrie die Nachfrage nach dem Rohstoff Hanf sehr groß ist.
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