Männer und ihre Autos oder Boote
Artikel (Nr.1453) wurde am 12.04.2010 veröffentlicht
Was ist es was Männern an Autos oder Booten so gefällt? Wieso verbringen sie so viel Zeit damit, an ihrem Auto oder ihrer kleinen Yacht herumzubasteln? Manch eine Frau ist daran schon verzweifelt, wenn sie doch eigentlich mit dem holden Gatten zur Gartenparty oder zum shoppen gehen wollte, dieser aber mit Motoröl verschmiert und einem zufriedenen Lächeln entgegnete „Moment noch, Schatz“…
Da wird am Auto stundenlang geschraubt, geschmiert, poliert. Das Freizeitschiff wird gewienert, lackiert und von Rost befreit. Männer verwenden viel Zeit und Mühe damit, ihren fahrbaren Untersätzen viel Glanz zu verleihen. Aber wenn sie dann mal im trauten Heim den Staubmob schwingen sollen, haben sie plötzlich zwei linke Hände.
Da bekommt man manchmal den Eindruck, dass dies noch an den Ur-Genen liegen muss. Es muss was mit Privilegien und Macht-Demonstration zu tun haben, gepaart mit dem Erschaffungs-Syndrom. Denn wer in der Steinzeit viele Felle hatte, war stark und hatte mehr Vorrechte im Clan. Die Autos, Bötchen oder gar Yachten sind also die heutigen Felle. Das schönste, schnellste und am besten noch teuerste Auto gibt dem Mann das Gefühl „ganz oben“ zu sein. Hat er dann für den Freizeitspaß auch noch mit einem Schiff aufzuwarten ist er der Größte.
Dazu passen auch sogenannte Funsportarten. Je gefährlicher desto besser. Sehr beliebte Sportarten sind z.B. das Paragliding (Gleitschirmfliegen) oder das Bungee-Jumping. Man(n) begibt sich immer in eine gewisse Gefahr ohne jedoch direkt gefährdet zu sein. Auch dies könnte in der steinzeitlichen Vergangenheit begründet liegen. Der Kick ist dabei heute allerdings nicht mehr das Mammut, was bekämpft werden muss, sonder eben der freie Fall oder ganz wie ein Vogel in schwindelerregenden Höhnen daherzugleiten.
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