Anne Will redet...
Artikel (Nr.1569) wurde am 10.05.2010 veröffentlicht
Die Wahlergebnisse in NRW - ein aufgeregtes Thema bei Will am 9.5.10 - wurden versucht, zu diskutieren.
Politiker aller Couleur, sicher noch etwas wahlgestresst, redeten laut kreuz und redeten laut quer. Klar, wie immer, nur nie eine Antwort auf eine Frage geben, aber Worttaktfrequenz immer noch erhöhen. Peinlich und abstoßend!
Dazu Polemik des Verlierers Linder gegen zugegebenermaßen einen ungehobelten Wowereit nebst gebetmühlenartiger Wiederholung der Steuerprognosen für 2013 und dem Versuch, Steuersenkungen das Wort zu reden. FDP- Lindner hat nichts hinzugelernt.
Ein Schweizer – ausgerechnet – versuchte die Runde mit seinen Kuhglockenweisheiten über die Griechenlandhilfe zu belehren und Westerwelles Beharrlichkeit zu loben. Tja, das Klientel...
Dann gab es auch einen Gast – Precht- der einer hilflosen Frau Will einen kurzen und schmerzhaften Hieb versetzte. Will stellte nämlich beharrlich die Schuldfrage am Wahlausgang und Precht erwiderte – zu Recht – dass solche Fragen, unmittelbar nach einer Wahl, in einer Talkshow nicht gestellt werden dürfen.
Precht, und das nur mal am Rande, war der einzige Gast mit ernstzunehmender Rede in dieser Sendung.
Klöckner, wie ein Mann, die Rede als Machtanspruch nutzend, schrie Gemeinplätze durch das Studio und verstieg sich in lässigen Jugendformulierungen, wie: nun machen Sie sich mal locker…. na ja.
Will, eigentlich wie immer: oft langatmige Fragen, die schließlich häufig als geschlossene Frage enden. Leider immer die falsche Antwort, wie z.B. ja oder nein, durch die Gäste - das wäre doch auch mal ein Spaß.
Dazu keine Autorität, einfach mal zu wettern und dem jeweiligen Langatempolitiker zu sagen, er möge entweder auf die Frage antworten, oder einfach den Mund halten.
Das, übrigens, sind solche Politiker, die Schuld an der immer schlechter werdenden Wahlbeteiligung tragen - wer nimmt sie ernst?
Frau Will, denken Sie bitte an Ihre Zuschauer und denken Sie ferner daran, dass DIE Ihre schwache Leistung bezahlen müssen.
Nur der Anlass NRW-Wahl und die folgenden Tagesthemen waren gute Gründe, diese Sendung bis zum Ende auszuhalten.
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