Beckmann am 10.Mai 2010
Artikel (Nr.1579) wurde am 11.05.2010 veröffentlicht
Schade, für Wolfgang Clement, schade für Friedrich Merz…… Schade….?
Beide Herren, Experten in Sachen Finanzen, Arbeitsmarktreformen und Föderalismus. Beide hatte Beckmann am 10.Mai 2010 als Gäste eingeladen; eine hochkarätige Besetzung der Sendung.
Nun erwartete der Zuschauer differenzierte und substantiierte Aussagen, der Gäste zu aktuellen Themen, NRW-Wahlergebnisse und Griechenlandhilfe.
Merz und Clement hätten dazu eine Menge mehr sagen können, als Beckmann zuließ. Vielmehr scheint es im Moment bei Politik- und Wirtschaftstalks darum zu gehen, dass die Gastgeber ihre mitunter unmaßgebliche Meinung zum Besten geben wollen. So auch Beckmann, der beide Herren, deren Antworten sich immer wieder durch höchst interessante und teilweise spektakuläre Ansätze auszeichneten, gern mitten im Satz abwürgte. Dem exaltierten Moderator war es nämlich offenbar wichtiger, seine Anschauung auch abgeben zu müssen.
Wen, Herr Beckmann, interessiert denn eigentlich Ihre Meinung?
Auch immer wieder mit Nach- und Zusatzfragen zu penetrieren, wenn gerade auf eine vorige Frage geantwortet wird, sollte man Klamaukformaten der „Privaten“ überlassen, bei denen durch diese Art zu fragen, provoziert wird, bzw. Geheimnisse entlockt werden sollen.
Das ist unseriös und abstoßend.
Beckmann brachte es fertig, 30, 40-60 Sekunden lange Fragen zu stellen, um nicht etwa darauf eine Antwort zu erwarten, sondern auf einen Knopf zu drücken und einen Beitrag einzuspielen. Hinzu kam dann noch eine geringschätzige Art zu fragen; Beckmann war es nicht zu dumm, in einem „Du/Sie- Muster“ Fragen zu stellen, und zwar sowohl an Merz und Clement als auch an Trittin und Roth, die aus Berlin zugeschaltet wurden.
Arroganz der öffentlich rechtlichen Angestellten?
Es ist verwunderlich und vermutlich der Gelassenheit der Protagonisten zu verdanken, dass es keinen Eklat gab.
Von Clement und Merz hätte man gern mehr zu den Themen Föderalismus und Arbeitsmarktreform gehört, ebenso über die Einschätzung der Wahlergebnisse. Ließ Beckmann nicht zu: schade, für Wolfgang Clement, schade, für Friedrich Merz und schade, für die Zuschauer.
Aber, man kann ja das von Merz und Clement gemeinsam verfasste Buch erwerben.
„Was jetzt zu tun ist“.
|