Photovoltaik und Solarthermie
Artikel (Nr.159) wurde am 04.03.2007 veröffentlicht
Die Photovoltaik beschreibt das Gewinnen von elektrischem Strom mit Hilfe der
Sonnenstrahlen. Wird mit der Hilfe von Sonnenstrahlung hingegen Wärme erzeugt,
spricht der Fachmann von Solarthermie. Diese beiden Möglichkeiten der
ökologischen Energiegewinnung werden hier nun kurz erläutert.
Photovoltaik
Eine Photovoltaik
Anlage produziert elektrischen Strom, der entweder direkt (sofort)genutzt, in
Akkumulatoren gespeichert oder in das Stromnetz eingespeist werden kann. Die
Solarmodule enthalten zwei Schichten Silizium, welches in großer Anzahl in der
Erdrinde vorkommt. Zwischen den beiden Schichten entsteht ein elektrisches Feld.
Treffen die Sonnenstrahlen auf das Solarmodul beginnen sich die Elektronen zu
bewegen, Strom fließt.
Durch die staatliche Förderung von Solarstrom ist diese Energiegewinnung für
private und gewerbliche Ablagen höchst lukrativ. Der erzeugte Strom wird in das
Netz des örtlichen Energieversorgers eingespeist der nach dem Erneuerbare
Energien Gesetz diesen teuer vergüten muss. Deshalb haben sich Photovoltaik
Anlagen nach meist 8-10 Jahren amortisiert.
Solarthermie
Solarthermie ist das Gewinnen von Wärme mittels Sonne. In der Regel wird die
Wärme in Wasser gespeichert, welches dann als Brauchwasser (Heißwasser, Heizung)
verwendet wird. In den Solar Kollektoren fließt eine Trägerflüssigkeit, die die
Wärme speichert und mittels Wärmetauscher an das Brauchwasser abgibt. Leider ist
genau dann die Effektivität einer Solarthermie Anlage am höchsten, wenn man die
Wärme am wenigsten braucht, nämlich im Sommer. Idealerweise nutzt man das
Warmwasser dann auch für den Geschirrspüler und die Waschmaschine. Wer das
Warmwasser über längeren Zeitraum speichern möchte benötigt einen sogenannten
Saisonspeicher. Diese sind sehr groß konzipiert damit sie möglichst viel
Warmwasser aufnehmen können, welches dann in den kälteren Perioden verwenden
werden kann. Aber auch im Winter kann die
Solarthermie
Anlage Wärme erzeugen. Dazu muss aber der Winkel der Module zur Sonne exakt
ausgelotet werden. Trotzdem wird die erzeugte Wärme im tiefsten Winter nicht
ausreichen - die Heizung sollte daher immer bivalent, also mit einer zweiten
Zusatzheizung, ausgestattet sein. Als Zweitheizung bietet sich eine
Holzpelletsanlage oder ein Luft – Wärmetauscher an.
|