Medizinstudium im Ausland
Artikel (Nr.1746) wurde am 23.06.2010 veröffentlicht
Der Traum Vieler ist es, Medizin zu studieren. Das Studium ist abwechslungsreich, anspruchsvoll und verspricht neben einem engen Praxis- und Forschungsbezug ausgezeichnete Berufschancen. Im Zentrum der Motivation für ein solches Studium steht jedoch auch die Intention, Menschen zu helfen und auf dem Gebiet der Forschung unheilbares Leid in behandelbare Symptome zu verwandeln.
Etwa 11.000 Menschen haben sich in Deutschland 2008 für das Studium der Medizin eingeschrieben. Deutlich weniger als die Zahl derer, die sich für das Studium beworben haben. Medizin gehört klassischerweise zu den beliebtesten Studiengängen und damit zu denen, mit dem höchsten Numerus Clausus. Ob jedoch der Abiturschnitt darüber entscheidet, wer ein guter Arzt wird, ist äußerst fragwürdig. Zwar veteilt die ZVS nur noch etwa 20 % der Studienplätze im Fach Medizin, doch sind Abiturschnitt und Wartesemester immer noch die zentralen Zulassungskriterien.
Wer sich damit nicht abfinden möchte, entscheidet sich möglicherweise für ein Medizinstudium im Ausland.
Allein im europäischen Ausland sind die Möglichkeiten vielfältig und die Zulassungsmodalitäten weniger auf den Abiturschnitt fixiert. In den Niederlanden findet sich zum Beispiel eine ausgezeichnete Hochschullandschaft. Es gibt 14 staatliche Universitäten, viele davon mit mehr als 20.000 Studenten und exzellenten medizinischen Fakultäten. Die Zulassung zum Medizinstudium ist hier unabhängig von der Abiturnote. Jeder Bewerber hat Anrecht auf einen Studienplatz. Sollten sich jedoch mehr Menschen für das Fach bewerben als Studienplätze vorhanden sind, tritt der sog. Numerus fixus in Kraft und vergibt die Plätze im Losverfahren, also unabhängig von der Abiturnote.
Außerordentlichem Andrang erfreuen sich auch die deutschsprachigen Medizinstudiengänge in Ungarn. Die Semmelweis-Universität in Budapest, die Universität Pécs und die Uni Szeged bieten sechsjährige deutsche Studiengänge in Medizin an. Auch in Ungarn ist der Abiturschnitt unerheblich. Die geringen Lebenshaltungskosten sind ebenfalls von Vorteil. Was jedoch nicht darüber hinwegtäuscht, dass das Studium an sich mit hohen Gebühren verbunden ist – etwa 6.000 Euro pro Semester. Inzwischen ist es sogar möglich Medizin nach ungarischem Recht in Deutschland zu studieren. Die Semmelweis-Universität eröffnete 2008 eine Zweigstelle in Hamburg.
Doch auch im außer-europäischen Ausland sind die Möglichkeiten für ein Medizinstudium scheinbar grenzenlos. Besonders in den USA finden sich unzählige Universitäten, die eine medizinische Ausbildung anbieten. Hinsichtlich der Qualität der Lehre finden sich in den USA jedoch große Unterschiede, welche mit der Höhe der Studiengebühren schwanken. Eine ausgezeichnete medizinische Ausbildung hat in den Vereinigten Staaten ihren Preis.
Vielseitige und hilfreiche Informationen sowie Angebote und Programme bietet www.medizinstudium-im-ausland.de.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Europa ausgezeichnete Möglichkeiten für all jene, welche in Deutschland Medizin nicht studieren wollen oder können bietet. Die Fördermöglichkeiten für solche Studiengänge im europäischen Ausland sind umfassend. Wen es zum Medizinstudium in die weitere Ferne zieht, sollte mit hohen Kosten rechnen.
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