Auf der Schleimspur - Machstrategen stellen erst einmal den Chef kalt
Artikel (Nr.1825) wurde am 11.07.2010 veröffentlicht
Auf der Schleimspur – Machtstrategen stellen erst einmal den Chef kalt
Nicht nur in Amerika auch in Deutschland ist die Devise „Kiss my Butt“ schon länger bekannt für Karrieristen, die nicht nur auf Leistung sondern vermehrt auf die Schleimspur-Taktik setzen.
Kombiniert man das ganze mit gezieltem Machtausbau alla Machiavelli kann nichts mehr schief gehen.
Da wird der Chef mit Komplimenten zugeschleimt, bis er reglos in der Ecke liegt. Beim Geschäftsessen isst man das gleiche wie der Chef, man trinkt das Gleiche, man hat überhaupt ganz und gar die gleiche Meinung und auch ansonsten ist der Chef ja so ein toller Kerl.
Das der Schleimer eigentlich die Schwächen seines Chefs genau erkannt hat und diese hemmungslos ausnutzt entgeht dem gebauchmiezelten Boss völlig.
Kombiniert mit einer Infos – nur – noch – über – meinen – Tisch – Strategie oder besser gesagt der Chef darf alles essen, aber noch lange nicht alles wissen, wissen die Mitarbeiter dann ganz schnell, wer die Macht in der Firma hat. Die Macht vor anstehenden Gehaltsverhandlungen mal ein gutes Wort einzulegen, ist man doch schließlich – wenn möglich schon seit Kindertagen – gut befreundet mit dem Chefe! Stell dich gut mit mir und ich protegiere dich! Ist die Botschaft an die Untergebenen und Gleichgestellten.
Dafür gibt es dann ein paar Euronen mehr oder eventuell ein schickes Firmenauto!
Selbst vor der eigenen Ehefrau macht das Karrierestreben des Schleimspurtaktikers nicht halt.
Erhält sie doch zusätzlich noch die Anweisung, sich mit der Ehefrau des Chefs möglichst gut zu befreunden, um die Kontakte noch mehr im eigenen Interesse zu intensivieren.
Sie werden es nicht glauben, aber es gibt sie tatsächlich, die Chefs, vermutlich beladen mit Minderwertigkeitskomplexen, dass sie auf diese Masche hereinfallen.
Die bekommen einfach nicht mit, wie sie so Schritt für Schritt instrumentalisiert werden.
In solchen Läden geht es dann irgendwann drunter und drüber.
Mobbing, Bossing, Nervenzusammenbrüche, daraus resultierend Angst und Lähmung der Belegschaft. Keine Meinung aus der des Schleispurkriechers gilt mehr und wer nicht spurt – fliegt! Und der Chef ist kalt gestellt.
Es gibt inzwischen Studien, in denen nachgewiesen wird, das in der Bundesrepublik jährlich ein hoher volkswirtschaftlicher Schaden durch Mobbing und Bossing am Arbeitsplatz entsteht. Die Menschen werden krank. Und das nur weil mancherorts solche Psychopathen ihr Unwesen treiben.
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