Amidosulfonsäure
Artikel (Nr.1887) wurde am 23.07.2010 veröffentlicht
Amidosulfonsäure - Die Säure ist eine farblose kristalline Substanz. Der Schmelzpunkt der Kristalle biegt bei 205°C unter großer Rauchentwicklung und löst sich gut in Wasser. Amidosulfonsäure mit Wasser gemischt, reagiert Sauer. Eine Sättigung tritt erst bei 200g/l auf. Sie wird zum Beispiel beim entkalken von Kaffeeautomaten eingesetzt, da sie sehr schnell den Kalk löst. Amidosulfonsäure ist im Gegensatz zu Zitronensäure oder Essigessenz geschmacklos und geruchsfrei. Die Geräte sind so nach einem Spülgang schnell wieder einsatzbereit. Haut und Augen sollten bei der Arbeit mit Amidosulfonsäure geschützt werden, da wie der Name schon sagt, es sich um eine Säure handelt und die Augen sowie die Haut stark reizen, verätzen bzw. verbrennen kann. Das jedoch von der Konzentration abhängt.
Andere Namen für die Amidosulfonsäure sind z.B. Sulfamidsäure, Sulfamsäure, Sulfaminsäure und Amodioschwefelsäue. Die Säure ist ein Bestandteil bei der Herstellung von Entkalkern und Sanitärreinigern und in Laboren wird sie als Urtitersustanz sowie bei der Zerstörung von Nitrit verwendet. Amidosulfonsäure ist ca. 6-mal stärker und 10-mal schneller als Zitronensäure. Dabei benötigt sie keine lange Einwirkzeit. Die Säure ist nicht brennbar, aber sie entwickelt giftige Dämpfe.Daher sollte im Falle einer Brandbekämpfung an die entsprechende Schutzausrüstung gedacht werden. Schwer Atemschutz ist dringend Notwendig. Löschwasser darf nicht ins Oberflächenwasser bzw. ins Grundwasser gelangen.Amidosulfonsäure in Verbindung mit Chlor kann zu explosiven Reaktionen kommen. Gefährliche Dämpfe stehen bei der Verbindung mit Halogene, Laugen, Salpetersäuren, Metalle, Nitrite, Nitrate Metalle und Wasser.
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