Opfergaben als Gottesgaben
Artikel (Nr.1904) wurde am 24.07.2010 veröffentlicht
Rituale sind in unserem Leben ein ganz wichtiger Bestandteil, den es auch heute noch gibt. Dabei muss es sich durchaus nicht nur um religiöse Handlungen drehen, sondern auch um weltliche. Beispielsweise ist eine Begrüßung auch ein Ritual, wie das Essen aufgetischt wird, der Tee eingeschenkt. Handelt es sich hingegen um ein festgelegtes Zeremoniell nennt es sich Ritus. In allen Fällen hat das Ritual aber eine wichtige Bedeutung, ist kulturell wichtig, hat eine hohe Symbolik und ist fest eingebunden in einer Gesellschaft. Rituale geben Sicherheit, vereinen eine soziale Gruppe und sind aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken. In der Kirche die Messe, im Sport bestimmte Handlungsabläufe, das abendliche Ritual vor dem Schlafengehen – alle haben sie unterschiedliche Zwecke, sind aber wichtig, um einen gewissen Ablauf einzuleiten oder auszuführen.
Funktionalität
Rituale variieren von Kultur zu Kultur und verändern sich auch im Laufe der Zeit, passen sich den neuen Gegebenheiten, der Umwelt und dem Sozialverhalten an, bleiben aber in der Bedeutung gleich. So regeln sie beispielsweise das Miteinander, wie man den anderen begrüßt (Verbeugen, Hand geben), wie man sich in bestimmten Situationen verhalten soll (Tod eines Verwandten, Geburt eines Kindes) oder auch als regelmäßig gefeiertes Fest (Weihnachten, Totensonntag). In den Naturvölkern sind sie heute deutlicher zu sehen, ausgeprägter und das Leben richtet sich nach den Ritualregeln. In der westlichen Kultur hingegen ist es verschwommener, unbewusster, aber trotzdem noch lebensregelnd. In der Schule werden immer mehr rituelle Handlungen (Aufstehen wenn der Lehrer eintritt, begrüßen, Morgensport) einbezogen, da es die Schulstruktur lebendiger macht.
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