Der Vollblut Biker
Artikel (Nr.1912) wurde am 28.07.2010 veröffentlicht
Den Vollblut-Biker erkennt man sofort. Er lässt sein Motorrad fast nie aus den Augen und auch im Schlaf begleiten ihn wilde Motorrad-Träume. Sobald er aus dem Bette steigt, kribbelt ihm schon die Gashand. Hastig das Frühstück eingefahren, während dabei sein Schaltfuß sich wie bei einem Schlagzeuger auf und nieder bewegt. Schnell noch vorab eine Verdauungszigarette geraucht und ab auf den Pott. Danach rein in die Motorrad-Kluft, den Deckel (Helm) gepackt und ab zum Stellplatz, wo sein über alles geliebter Besitz steht, sein …Motorrad… zuerst mit finsterer Miene ein kurzer Check ob Vandalismus im Spiel war, seine Gesichtszüge klaren auf und er denkt Biker-Glück gehabt.
Das Lenkradschloss entsperrt und hastig den Schlüssel ins Zündschloss gesteckt. Ein Druck auf den Startknopf und es erklingt die ihm so wohlbekannte Weise und er horcht erst einmal eine Weile diesen für Ihn schönsten Klang der Welt, denn die Standgas-Warmlaufphase hat noch nie geschadet. Mit guter Laune, schwingt er sich auf seine Fahrmaschine und das zweitschönste Gefühl, das er kennt, macht sich in Ihm breit. Die ersten Kilometer hält er sich noch zurück und er denkt, hoffentlich ist der Hobel bald warm, währen sein Adrenalin langsam aber sicher in Wallung gerät.
Nach guten fünf Kilometern ist es dann endlich soweit, ab geht die Post und er gibt seinem Donnerbesen kräftig die Sporen und fühlt sich dabei, wie Harry Potter auf Seinem Nimbus 2000. Ab und zu die Linke zum Gruß, wenn ein anderer Motorradfahrer ihm begegnet, ansonsten den Blick schon vorausschauend auf die nächste Kurve gerichtet und rein wie Kevin Schwantz in seinen Glanzzeiten. Dies treibt er ein paar Stunden, ehe sich bei ihm langsam das Gefühl der Befriedigung einstellt. Es reicht mal wieder für heute und ab nach Hause, denn morgen ist auch wieder ein Tag,
Bikergruss Alteisenjo
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