Die Omega Seamaster 300M James Bond Edition - 007 Feeling für den Durchschnittsbürger plus Anlagemöglichkeit
Artikel (Nr.1960) wurde am 31.07.2010 veröffentlicht
Wer träumt nicht davon: Ein Aston Martin DBS V12, eine Sunseeker Predator Yacht, die neueste Walther PPK - für Bond Fans die Traumspielzeuge eines jeden Mannes, für die meisten jedoch unerschwinglich. Abhilfe? Die Omega Seamaster James Bond Edition. 007 Gefühl und sichere Kapitalanlage - was steckt dahinter?
Spätestens seitdem mit Daniel Craig eine neue Ära in den Bond Filmen eingeleitet wurde, hat sich die Filmproduktion zu einem mächtigen Werbeträger entwickelt. Autohersteller wie Ford, Range Rover, BMW und Aston Martin buhlen schon lange um die Monopolstellung des Bond-Auto-Zulieferers, andere Firmen lassen sich und ihre Logos ebenfalls mehr oder weniger unterschwellig in 007-Filmen vermarkten. Sei es die Schiffswerft Sunseeker, welche die nagelneue Predator als Le Chiffre's Yacht in Casino Royale zur Verfügung stellte, oder der Mobilfunkgerätehersteller Sony Ericsson, welcher seit bereits zwei Bond Streifen die Handys liefert: Sie alle wollen ein Teil des 007 Imperiums werden, das Millionen von Zuschauern begeistert. Und das weckt natürlich Begierden. Produkte des berühmten britischen Geheimagenten werden zu Statussymbolen, gewinnen an Marktwert, wie es wohl mit einer groß angelegten Werbekampagne nur schwer zu übertreffen wäre.
Marken und Objekte, welche bereits ohne das große James-Bond-Plus bei den meisten Männern auf der Wunschliste stehen, erlangen durch diese Werbung ihre Veredelung. Ein höherer Bekanntheitsgrad, eine geringerer Wertverfall, eine unterbewusste Akzeptanz und ein verdecktes Verlangen bei der Kundenzielgruppe: 007 Spielzeuge sind das Muss, von Frauen geschätzt, von Männern geliebt. Bleibt nur noch der Kostenfaktor: Bei den Fahrzeugen wird bei der Produktion anscheinend wenig gespart, obere Mittelklasse bis reinrassiger Sportwagen kosten schon einmal gut und gerne über 200.000€, entsprechende Motorisierung noch nicht einmal eingerechnet. Auch die Sunseeker schlägt mit einem im 7-stelligen Bereich angesiedelten Kostenfaktor gut zu Buche. Für den Durchschnittsverdiener kommt das meistens nicht in Frage. Da sollte man sich doch lieber auf die kleineren Dinge konzentrieren, welche ein ähnliches Flair ausstrahlen.
Mit Anfang der Zeitmessung begann auch der Wetteifer um die schönsten, funktionellsten und sonstig ansprechende Uhren und Chronographen. Seit Jahren halten sich vor allem die Schweizer Uhrenmanufakturen auf den ersten Rängen in Sachen Qualität und Preis-Premium. Da ist es nicht verwunderlich, dass Omega, allgemein bekannter Name in der Uhrenszene und darüber hinaus, sich an Bond's Handgelenk in den letzten zwei Folgen verewigt hat. Die Omega Seamaster 300M James Bond (ref. 212.30.41.20.01.002) , getragen in "Casino Royale" und in "Ein Quantum Trost" ist ein echtes Stück 007, welches sich durch dezente Eleganz auszeichnet. Eine gehobene Herrenuhr, mit ansprechendem Edelstahlarmband und -gehäuse, Finesse und dem kleinen Touch Luxus. Und natürlich mit dem Bond Faktor.
Doch mit um die 2000€ ist auch diese Uhr eine gewisse Anschaffung. Gemessen am Zeit-/Wertverlust, dem Wiederverkaufswert und der Nutzungszeit ist diese Uhr jedoch weit mehr als eine Zeitanzeige fürs Handgelenk. Uhren als Kapitalanlage? In Zeiten von Krisen- und Inflationsängsten von Kennern als primärer Investmentfaktor gepriesen, steht eine Omega einer Rolex um nichts mehr nach. Ein Schmuckstück fürs Handgelenk mit Bondfaktor plus krisensichere Kapitalanlage? Hört sich für den überzeugten 007-Fan nach einer guten Überlegung an. Für den Rest eher nach einer eierlegenden Wollmilchsau. Für die nicht ganz so geprägte Fangemeinde tut es auch das Fondpaket plus eine preisgünstige Alternative, um alles unter einen Hut zu bringen. Gegengerechnet überzeugt aber eine Armani AR 0552 (auch sehr Bond-like, etwas peppiger) ebenfalls vom Stil her. Nur ob sich die knapp 400€ zustäzlich zur Anlage in der Rendite rechnen bleibt fraglich. Da hilft nur die Sache einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und selbst zu entscheiden, vor allem die Gefühle dabei außen vor lassen.
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