Was ist Genmais?
Artikel (Nr.1963) wurde am 30.07.2010 veröffentlicht
Unter Genmais versteht man einen gentechnisch verwandelten Mais. Hierzu werden Gene aus anderen Organismen in das Mais-Genom injiziert, dadurch wird die Bekämpfung von Schädlingen besser gemacht. Durch die Veränderung der Gene produziert der Mais einen Giftstoff, welcher die Larven der für den Mais gefährlichen Schädlinge, den Maiswurzelbohrer sowie den Maiszünsler, zerstört. Ein Ziel ist es unter anderem, die Qualität vom Mais zu erhöhen.
Diesen guten Aspekten stehen aber auch einige schlechte gegenüber. Der genmanipulierte Mais verbreitet seine Samen durch Insekten und Wind in der weiteren Umgebung, die Gefahr einer Vermischung von natürlichem und verändertem Mais ist sehr hoch. Desweiteren besteht die Gefahr, das nicht nur die Larven von Schädlingen vernichtet, sondern auch weitere Insekten getötet werden. Dadurch könnte im schlimmsten Fall die Nahrungskette der Natur betroffen sein, ein Ungleichgewicht würde hier entstehen.
Die Vor- und Nachteile des genmanipulierten Maises halten sich laut vielen Bioinfos die Waage, deswegen wird es auch weiterhin Diskussionen von Befürwortern und Verneinern geben.
In Deutschland gab es seit mehr als 10 Jahren heftigste Streitigkeiten über das Verbot des GenMaises Mon810, von 1998 bis 2007 war der Anbau von der EU genehmigt, nach dem die Zulassung auslief wurde das Saatgut bis zu einer neuen Entscheidung weiterverkauft. Nach neuen, wissenschaftlichen Studien, welche belegen, das Genmais schädlich für die Natur ist, wurde MON810 im September 2009 von der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner verboten. Dies wird allerdings nicht das letzte Wort sein, und die Streitigkeiten um den manipulierten Mais wird uns noch länger beschäftigen.
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