Eine neue Lederhose muss her
Artikel (Nr.1974) wurde am 04.08.2010 veröffentlicht
Bald ist es wieder soweit und das Oktoberfest öffnet seine Pforten für hundertausende Besucher. München befindet sich dann sozusagen im Lederhosen Ausnahmezustand. An jeder Ecke und in allen öffentlichen Verkehrsmitteln sieht man dann wieder Trachten. Das ganze Jahr über ist diese Modeerscheinung wie ausgestorben, nur an diesen zwei Wochen im Jahr sieht das anders aus. Neben der Krachledernen sieht man auch Trachten Dirndl in allen Farben und Formen durch die bayerische Landeshauptstadt ziehen.
Viele sind froh die traditionsreiche Kleidung endlich wieder tragen zu können und einige freuen sich einfach nur, dass sie ein neues Dirndl in der aktuellen Trendfarbe kaufen können.
Auf dem Festgelände der Wies’n ist das Getümmel meist sehr groß und unerprobte Besucher sehen nur ein Meer aus Trachten und Dirndln. Dabei sind es lange nicht mehr nur die Einheimischen, die die Traditionskleidung tragen. Auch die Zugereisten und viele Besucher aus fremden Ländern lassen es sich nicht nehmen in Tracht über das größte Volksfest der Welt zu wandern.
Dabei fällt dem geschulten Auge natürlich sofort auf, wer ein echter Bayer ist und wer nicht. Vor allem Damen, für die das Dirndl Neuland ist, sollten aufpassen. Nicht jede Frau weiß nämlich, dass die Schleife, mit der Schürze verknotet wird, Auskunft über den Familienstand gibt. So wird den Herren der Schöpfung die Entscheidung abgenommen, welche Damen sie ansprechen sollten und welche eher nicht.
Trachten und Dirndl werden aber auch jenseits des großen Volksfests gern getragen. Allerdings liegt dann meist ein festlicher Anlass zu Grunde.
Aber in ländlichen Gegenden muss dies nicht unbedingt der Fall sein. Dort wird die traditionsreiche Kleidung häufig noch als Alltagskleidung getragen. In der Landeshauptstadt kommt dies so gut wie nie vor.
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