Firmen im Kampf gegen Kinderpornographie
Artikel (Nr.2039) wurde am 12.08.2010 veröffentlicht
Viele Firmen engagieren sich bereits im Kampf gegen die Kinderpornographie im Internet. Seit 2006 gibt es zum Beispiel die Financial Coalition Against Child Pornography, die aus 18 Mitgliedern besteht. Firmen wie Paypal, Visa, American Express und die Bank of America, die sich gemeinsam mit Child Focus, der Europäischen Föderation für vermisste und sexuell ausgebeutete Kinder und der Internationalen Vereinigung für Internet Hotlines für die Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet einsetzen. Dabei sind sie angewiesen auf Informationen von Interpol, die ihnen die Listen der verdächtigen Internetseiten zur Verfügung stellen. Anhand dieser Listen von verdächtigen Webseiten - Betreibern überprüft die Koalition ob diese Unternehmen beispielsweise Konten bei Visa unterhalten, denn meist wird eine Kreditkarte benötigt um diese Bilder herunterzuladen. Damit können weitere wertvolle Informationen gesammelt und an die zuständigen Behörden weitergeleitet werden.
Diese erfreuliche Entwicklung für die Sensibilisierung auch großer weltweiter Firmen sich für die Rechte der Kinder einzusetzen, zieht sich durch viele Bereiche. Stiftungen, wie Euroweb setzen sich für Kinder und Jugendliche ein. Euroweb bietet Workshops im Bereich Medien an, bei denen den Jugendlichen die Gefahren des Internets vor Augen geführt. Man leistet damit einen großen Beitrag zur Prävention.
In Deutschland ist hinsichtlich des Sperrens von Internet – Seiten mit kinderpornographischem Inhalt eine große Diskussion entbrannt. Zahlreiche Kinderverbände und Stiftungen, wie die Deutsche Kinderhilfe fordern ein umgehendes Gesetz zur Sperrung solcher Seiten. Der Vorsitzende der Kinderhilfe bemängelt auch den Personalmangel bei Polizei und Staatsanwaltschaften, was oftmals eine lange Bearbeitungszeit bedeutet. Doch die Regierung hat den Gesetzesentwurf auf Eis gelegt. Man argumentiert, dass das Sperren solcher Seiten bei der Aufklärung und Suche nach den Hintermännern behindern würde. Außerdem besteht die Gefahr, dass diese Sperren leicht zu umgehen sind um somit keinerlei Wirkung haben.
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