Eine kurze Einführung in den Brauch der Hochzeitstorte
Artikel (Nr.2051) wurde am 15.08.2010 veröffentlicht
Ein wichtiges Utensil einer jeden Hochzeitsfeier ist die Hochzeitstorte.
Sie wird in vielen unterschiedlichen Formen und Größen angeboten. Dabei gehört die klassische Turmform zur beliebtesten Hochzeitstorte. Angeblich hat ein englischer Konditor in London die erste Hochzeitstorte in dieser Turmform im 18. Jahrhundert angefertigt, Vorbild war für ihn die Londoner St. Brides Church. Heute werden die mehrstöckigen Torten häufig auf Etageren angeboten. Diese Hochzeitstorten haben den Vorteil, dass man auf den Geschmack der Gäste Rücksicht nehmen kann und z.B. für Kinder eine Torte ohne Alkohol backen lassen kann. Aber auch Torten in Herzform oder sogar zwei verschlungene Herzen sind bei den Brautpaaren beliebt. Das Brautpaar sollte aber rechtzeitig, am besten schon drei Monate vor der Hochzeit die Hochzeitstorte bestellen, damit der Konditor die Torte rechtzeitig backen und anliefern kann.
Natürlich ranken sich viele Bräuche um die Hochzeitstorte. So soll sich auf jeden Fall die Liebeszutat Marzipan in der Torte befinden. Häufig werden die Figuren auf der obersten Torte aus Marzipan hergestellt. Denn Marzipan, eigentlich mehr die Ingredienzien symbolisieren verschiedene Sinnbilder. Marzipan wird aus Rosenöl, Zucker und Mandeln hergestellt. Dem Rosenöl wird nachgesagt, dass es für Leidenschaft steht, das Süße in der Mandel soll für das “Glück in der Liebe“ stehen und das Bittere in der Mandel für schlechte Zeiten. Das Brautpaar schneidet traditionsgemäß die Hochzeitstorte gemeinsam an. Die Gäste sehen es sich immer genau an, denn es wird gesagt, dass die Hand, die oben ist, auch später in der Ehe die Oberhand hat. Nach dem Anschneiden gibt sich das Brautpaar über der Torte einen Kuss, was sicher bei einem hohen Tortenturm nicht einfach sein dürfte.
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