Rollenprüfstand - Modelleisenbahn
Artikel (Nr.2199) wurde am 07.09.2010 veröffentlicht
Viele von Ihnen denken bestimmt sofort an die Polizei, wenn sie den Begriff Rollenprüfstand hören. Dieser Rollenprüfstand von der Polizei ist ein kleines nettes Gerät, was sich öfter in den Fahrzeugen der Polizei befindet, wodurch schnell herausgefunden werden kann, wie schnell ein Roller läuft, ohne ihn abschleppen zu müssen. Mancher hat dadurch bestimmt schon mal eine Anzeige oder eine Mängelkarte bekommen. Jedoch geht es hier nicht um so einen Prüfstand sondern vielmehr um einen Rollenprüfstand für die Modelleisenbahn. Aber was genau ist so ein Rollenprüfstand und wofür wird er gebraucht?
Rollenprüfstande gibt es schon seit mehreren Jahren und das nicht nur für die Spur H0, sondern auch für LGB, N und Z. Auf einen Rollenprüfstand wird die Lokomotive gestellt und dann über den Trafo mit Strom versorgt. Dadurch wird die Fahrt wie auf echten Gleisen simuliert. Der Vorteil ist aber, dass sich die Lok ganz normal bewegt und auch Digital angesteuert werden kann, sie aber nicht davon fährt, sondern auf der Stelle bleibt und läuft.
Ein Rollenprüfstand ist meistens ganz simpel aufgebaut. Es gibt einen oder mehrere Stromlose Bereiche, auf denen der Tender oder Vorläufer der Lok aufgebaut werden kann. Das Herzstück eines Rollenprüfstands sind die Rollenböcke. Diese Rollenböcke sind meistens mit Kugellagern bestückt. Aber auch Gleitlager finden hierfür Verwendung. Die Räder der Loks werden auf die Rollenböcke gestellt und gleichzeitig mit Strom versorgt. Bei manchen Rollenprüfständen gibt es auch noch einen Mittelleiter für den Schleifer, oder eine Oberleitungsschiene der die Oberleitung simuliert. Somit können alle Loks getestet werden. Stabilisiert wird das ganze durch eine schöne Schiene an der Seite und ist somit überall verwendbar, oder direkt als Module, die auf die Gleise gestellt werden können.
Die Einsatzbereiche eines Rollenprüfstandes sind ganz verschieden. Er eignet sich hervorragend zur Wartung und Fehleranalyse, da sich die Lok direkt vor den Augen bewegt. Außerdem kann ein Rollenprüfstand auch Digital betrieben werden. Somit kann man die Loks programmieren ohne das andere Loks von der Strecke müssen. Desweiteren gibt es bei manchen Herstellern einen Geschwindigkeitsmesser, der dazu gebraucht wird, um die maßstäbliche Geschwindigkeit einzuprogrammieren. Das ist aber noch nicht alles. Ein Rollenprüfstand kann auch nur, zu der Präsentation der Loks dienen. Dabei ist es egal, ob in einem Büro oder auf einer Ausstellung. Das Verharzen der Loks bei Sammlern kann auch vermieden werden, wenn sich die Lok ab und zu mal bewegt. Der Vorteil ist, dass sich die Kontakte nicht abnutzen und auch keine Gebrauchsspuren an den Schleifern entstehen.
Es gibt jedoch auch hierbei von Hersteller zu Hersteller Unterschiede von der Qualität, auf die geachtet werden muss. Besonders wichtig ist die Verarbeitung sowie die Genauigkeit der Herstellung. Ein Rollenprüfstand ist ein Qualitätswerkzeug der oberen Klasse um die Lok zu testen oder zu Präsentieren. Dadurch dürfen in einen Rollenprüfstand keine Fehler oder Unstimmigkeiten sowie Toleranzen sein. Er muss funktionieren und das auch noch nach Jahren.
So ein Rollenprüfstand ist, wie man sieht, sehr praktisch und in der Anschaffung auch nicht so teuer. Er kann eine menge Arbeit ersparen und macht zugleich auch noch Spaß in der Bedienung. Auf einem Rollenprüfstand kann so manche Lok wieder laufen lernen.
Ich hoffe ich habe damit ein wenig Licht ins Dunkle gebracht und konnte Ihnen die Funktion vom Rollenprüfstand vermitteln.
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