Komplikationen bei einer Nasenoperation
Artikel (Nr.2339) wurde am 05.10.2010 veröffentlicht
Wie jede andere OP, kann auch Rhinoplastik durch Komplikationen begleitet werden. Sie kommen sowie bei der Operation, als auch in der Zeit danach vor.
Zu den ernsthaften Komplikationen gehört z.B.: die Verletzung des benachbarten Gewebes. In den ersten 2 Wochen kann auch das Nasebluten auftreten (auch Blutungen in die Augenhöhlen oder Verletzungen der Tränendrüsen können vorkommen), später kann vorübergehend die Nasenschleimhaut zu trocken sein. Falls Sie sich schon früher einer Nasenoperation unterzogen haben, oder einen Unfall hatten, besteht bei Ihnen ein höheres Risiko von Knochendeformation nach einem chirurgischen Eingriff.
Verletzte und operierte Knochen können auf verschiedenste Art und Weise gebrochen oder schwieriger beigefügt werden. Manchmal entsteht oberhalb der Nasenspitze auch ohne Zutun des Operateurs der sogenannte ‚Narbenhöcker‘. Weitere Komplikationen die medizinisch nicht so ernsthaft sind, aber trotzdem unerwünscht, sind mögliche Deformationen des weichen Nasengewebes. Das passiert gern bei großporiger dicker Haut und fleischigen Nasen. Eine von den größten und meist gefürchteten Komplikationen, die man nicht beeinflussen kann, ist die Hypertrophie der Narbe. Manche Menschen haben Prädisposition zu so genannten Keloiden-Narben. Diese Narben sind nicht schön und es ist auch nicht einfach sie zu bekämpfen, da das Lasern oder erneutes Aufschneiden das Ganze ehe verschlimmert.
Die Narben können sich auch zu viel hineinziehen, es könnte dann die ursprüngliche Nasenform beschädigen. Es kann auch passieren, dass das Implantat verrutscht, oder es kommt nach der Operation zu Infektion oder zu Blutung. Viele Patienten haben nach der Rhinoplastik Atem Schwierigkeiten, die aber nur vorrübergehend sind. Die Operateure sorgen sich am meisten um die Hauternährung, da die Blutgefäße sehr fein sind, kann es zu Verschlechterung der Hauternährung im operierten Bereich kommen. Viele Patienten verschlimmern dieses durch Rauchen und falsche Ernährung. Manchmal kommt es zu dauerhaftem oder vorübergehendem Verlust des Geruchssinnes. Entzündung gehört zu den schlimmsten Komplikationen, die sich bei einer Rhinoplastik bis ins Gehirngewebe übertragen könnte, manchmal kommt es auch zum Anschwellen der Zerebrospinaleflüssigkeit aus der Nase vor.
Unter ernsthafte Komplikationen gehören Blutgerinnsel in den Venen. Es ist die höchste Zeit einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie schon längere Zeit nach der Rhinoplastik von Kopfschmerzen, Fieber oder epileptischen Anfällen geplagt werden. Eine weitere ernsthafte Komplikation, die aber nicht so oft vorkommt, ist die Blutvergiftung. Die Nase ist von Bakterien besiedelt, die in diese Lokalität üblich sind, sobald sie aber in die Blutbahn kommen, kann das eine Infektion verursachen. Bei bleibenden Fehlformen ist es notwendig sie mit Reoperation zu lösen, die ist aber erst möglich ein Jahr nach der eigentlichen Nasenoperation. Die häufigste pathologische Nasenform nach der OP ist so genannte Papageiennase, sie entsteht aus übermäßiger Bildung des Zellgewebes. Falls wir den größeren Teil der Nasenscheidewand entfernen, besteht die Möglichkeit, dass wir dem Patienten eine sogenannte Schweinenase bilden, es wirkt dann sehr unnatürlich und unästhetisch - es ist sicher ein Grund zu einer Reoperation. Durch unangemessene Resektion des Nasenrückens entsteht eine Nase in Form einer Sprungschanze. Bei einer übermäßigen Verengung äußeren Arms des Flügelknorpels, entsteht Einstauchen des Nasenflügels. Alle diese Formen lassen sich elegant mit der offenen Methode beseitigen.
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