Die richtige Piercingpflege
Artikel (Nr.2549) wurde am 13.11.2010 veröffentlicht
Ich würde mich selbst als piercingbegeistert bezeichnen, daher werde ich von Freunden und Bekannten oft gefragt, wie das mit dem Pflegen denn jetzt genau funktioniert. Ich denke mit diesem Artikel kann ich etwas Licht ins dunkel bringen.
Natürlich muss man auch mal ein wenig darüber nachdenken, wieso solche Fragen überhaupt aufkommen, denn: Eigentlich sollte ein seriöser Piercer seinen Kunden auch erklären, wie die Pflege von statten geht.
Ohne jetzt jemanden an den Pranger stellen zu wollen, weiß ich leider aus eigener Erfahrung, dass diese Erklärungen zu oft mangelhaft sind. Gerade Piercer, die schon lange im Geschäft sind, beweisen leider immer wieder, dass sie nicht dazu bereit bereit sind, neue Erkenntnisse zu akzeptieren.
Kommen wir jetzt aber zur eigentlichen Pflegeanleitung.
Gut - genau genommen gibt es mehrere Pflegemethoden, die meisten davon haben auch durchaus ihre Daseinsberechtigung. Ich werde mich heute aber auf eine dieser Methoden beschränken - meiner Meinung nach die Beste.
Daher erkläre ich heute den Umgang mit einem flüssigen Pflegemittel: Prontolind.
Prontolind hat gegenüber von anderen Mitteln den riesigen Vorteil, dass es die Haut nicht austrocknet und somit im Prinzip zeitlich unbegrenzt angewendet werden kann.
Prontolind ist in mehreren Formen erhältlich. Perfekt für die meisten Piercings ist das Spray. Für Microdermals und Skindiver eignet sich das Gel am Besten. Für Piercings im Mund, wie das Zungen oder Lippenbändchenpiercing gibt es eine spezielle Mundspülllösung.
Die Anwendung selbst ist sehr simpel:
- Wasche dir zu beginn deine Hände.
- Sprühe jetzt etwas Prontolind auf das Piercing und lasse es 1-2 Minuten einwirken.
- Nimm nun am besten ein Stückchen Mullverband - Küchenkrep tut es auch - und besprühe es ebenfalls mit dem Spray.
- Reinige nun hiermit die Stelle um das Piercing und entferne die Rückstände wie Wundwasser oder Blut.
- Wiederhole diesen Vorgang 3 oder 4 mal am Tag.
Allgemeine Hinweise:
Verwende bitte keine Watte oder ähnliches, denn diese zieht oft Fäden oder fusselt, was den Stichkanal unnötig reizt.
Wichtig ist auch, den Schmuck nicht zu bewegen. Gerade hier erzählen einem die "alten Hasen" im Piercinggeschäft oft etwas falsches. Die ständige Bewegung fördert die Heilung nicht, ganz im Gegenteil. Ein frisches Piercing braucht in erster Linie Ruhe!
Der Körper schafft es von ganz alleine, das Pflegemittel aufzunehmen. Das Fachwort hierzu nennt sich übrigens "Kapillarwirkung".
Wenn du diese Pflegeanleitung beachtest, sollte dein Piercing schnell
und unkompliziert abheilen.
Prontolind ist apothekenfrei und nur im Fachhandel wie einem Piercingshop zu erwerben.
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