Zahnzusatzversicherung
Artikel (Nr.259) wurde am 06.06.2007 veröffentlicht
Jeder hat schon mal etwas darüber gehört oder gelesen und immer mehr Menschen entscheiden sich für sie: die privaten Zahnzusatzversicherung. Aber was steckt genau dahinter? Und für wen lohnt sich eine solche Form der Vorsorge?
Zunächst bietet die private Zahnzusatzversicherung den Mitgliedern einer Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eine Möglichkeit, sich für den Fall einer kostenintensiven Zahnarztbehandlung vorzubereiten. Überhaupt notwendig ist eine solche Form der Vorsorge erst seit dem Jahr 2005 – seitdem beteiligen sich die GKV an vielen Eingriffen nur noch mit einem geringen Festzuschuss. Der dadurch entstehende Differenzbetrag geht zu Lasten des Patienten – es sei denn, er entschließt sich für eine private Zahnversicherung.
Wie in jeder anderen Versicherung, werden auch bei der privaten Zahnzusatzversicherung monatliche Beiträge erhoben. Diese errechnen sich aus dem Eintrittsalter des Patienten, der medizinischen Vorgeschichte und dem angestrebten prozentualen Anteil, den der private Versicherer im Ernstfall übernehmen soll. Dabei gilt zumeist das folgende Rechenbeispiel: Je kostenintensiver die Beiträge, desto höher der Erstattungssatz. Besonders lohnenswert kann eine private Zahnzusatzversicherung für Menschen mit genetisch bedingt, schlechten Zähnen sein. Sie werden beitragsmäßig zwar höher eingestuft als gesunde Patienten, profitieren dann aber umso mehr, wenn sie die Leistungen der Versicherung tatsächlich in Anspruch nehmen. Wer hingegen zu keinem Zeitpunkt auf Zahnersatz oder Wurzelbahndlungen angewiesen ist – beides Behandlungen, die teils nur gering von der GKV bezuschusst werden –, der hat am Ende keinerlei Recht auf Rückerstattung seiner Beiträge. Mit anderen Worten: das Geld, das in eine private Zahnzusatzversicherung investiert wird, macht sich nur dann bezahlt, wenn eine bestimmte Behandlung eines Tages erforderlich wird.
Was tun bei Unsicherheit?
Wie für viele anderen Versicherungen gibt es auch für die Zahnzusatzversicherungen Pro- und Contra-Argumente. Falls Sie sich noch nicht so recht entschließen können, ob eine solche gesundheitliche Vorsorge für Sie von Interesse ist, dann empfiehlt sich der Gang zu Ihrem Zahnarzt. Bei den meisten Versicherungen zählt es ohnehin zu den Auflagen, sich vor Eintritt einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Fragen Sie Ihren Arzt einfach nach seiner Einschätzung. Seine Tipps können vor allem wertvoll für die Abstimmung der Vertragsinhalte sein. Sollte der Zahnarzt die ein oder andere Erkrankung für unwahrscheinlich halten, hat diese ggf. weniger Relevanz als andere Punkte. Bemerkbar machen sich solche Erkenntnisse auch finanziell: bei der Errechnung des monatlichen Beitrags. Auch wenn mündlich alles Details mit dem Versicherungsmakler besprochen wurden, nehmen Sie sich dennoch die Zeit, um zu prüfen, ob wirklich alle Bestandteile integriert sind, die für Sie am wichtigsten sind. So beispielsweise die Qualität der verwendeten Materialien bei Füllungen, Implantaten und Co..
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