Urlaubsskandal in der Türkei
Artikel (Nr.291) wurde am 26.06.2007 veröffentlicht
In den Medien wird am laufenden Band jetzt von dem 17 Jahre alten Schüler, Marco W. aus Uelzen berichtet, der in der Türkei in einem "Horror-Gefängnis" von Antalya festgehalten wird.
Im Moment befindet er sich in Untersuchungshaft wegen sexuellem Missbrauch. Das Opfer soll die 13-jährige Charlotte aus Manchester sein. Sie hatte sich beim Treffen mit dem 17-Jährigen, als 15-Jährige ausgegeben.
Noch gestern berichtete die Bild-zeitung über angebliche Spermaspuren. Jetzt redet der angebliche Täter selbst. Marco W. sagte, das auf dem Hotelzimmer mehr als Küssen nichts gewesen war. Charlotte hatte ihn sogar berührt und seine Unterhose runtergezogen. Marco sagte, das er den Intimbereich von der 13-Jährigen gar nicht berührt habe. Zudem teilte der 17-Jährige mit, dass das Mädchen sogar auch mit ihm schlafen wollte.
In der Version von türkischer Seite heißt es, das Marco die 13-Jährige und andere am Abend getrunken haben. Danach wurde der Schüler immer zudringlicher und irgendwann hätte das angebliche Opfer um Hilfe geschrien. Die Polizei nahm den 17-Jährigen fest, als die Mutter von Charlotte die Polizei alamierte. Auch deutsche Politiker bemühen sich um die Freilassung von Marco. Unter anderem hatte Unionsfraktionschef Kauder gesagt, wenn die Türkei den deutschen Schüler nicht frei lässt, dann wird der EU-Weg der Türkei noch meilenweit sein.
Am 6. Juli soll der Prozess in der Türkei beginnen.
Rätselhaft bleibt, was wirklich passiert ist. Wer hat Recht? Aber würde ein deutscher Junge so lügen, wobei doch Charlotte vorher gelogen hatte, das sie bereits 15 Jahre alt sei.
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