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Nussknacker
Artikel (Nr.334) wurde am 29.07.2007 veröffentlicht
Räuchermännchen haben im Erzgebirge einen langen Brauch. Etwa Mitte des 18. ten Jahrhundert kam man auf die originelle Idee, für das Räucherkegel Dekorationsfiguren herzustellen, die so genannten Räuchermänner, welche in ihrem Innenraum die Räucherwerk aufnehmen und den entstehenden Rauch über ein Loch (Mund) wieder abgeben. Diese sehr alte Erzgebirgische Volkskunst wird auch noch heutzutage von einigen bekannten Kunstgewerbe-Firmen wie die KWO und Hubrig weitergeführt. Die Produktpalette, die zunächst nur aus Lichterfiguren, den Lichterbogen, bzw. Schwibbogen bestand, wurde seitdem immer wieder mit anderen Dekorationsfiguren ergänzt. Neben Krippen, Krippenfiguren, die Erzgebirge Pyramide und Nussknacker, die traditionell zur Weihnachtsdekoration gehören und weit über das Erzgebirge hinaus bekannt sind, werden heute auch aktuelle Kantenhocker, Spieldosen und Blumenkinder in Handarbeit hergestellt.
Wie zu diesen vergangenen Zeiten, wird auch heutzutage noch jede Figur in Handarbeit angefertigt, bearbeitet und traditionell bemalt. Als Motive für die altertümlichen Dekorationsfiguren dienten die ehemaligen Handwerksberufe. Bergleute und Schreiner waren besonders beliebte Figuren. Weitgehend orientierte sich Sehr Vieles an den Bergbau. So auch die Schwibbögen, die einen damaligen Stolleneingang zeigen und wiedergeben, wie die damaligen Bergarbeiter zur Mettenschicht ihren Stolleneingang sahen. Der allererste Schwibbogen wurde 1726 aus Eisen in Handarbeit hergestellt. Später auch aus Holz.
Jener Zeit stellte jede Bergmannsfamilie im Erzgebirge, Bergmannsfiguren und Engel mit Kerzen ins Fenster. Sie sollten den heimkehrenden Bergmann Licht spenden. Je nach Anzahl der aufgestellten Bergmannsfiguren und Engelfiguren konnten alle Besucher erkennen, wie viele weibliche, bzw. Söhne Familienmitglieder zu einer Familie gehörten.
Die weit bekannten Erzgebirgischen Pyramiden dekorierten schon um 1800 zur Adventszeit die Kirchen. Motivvorlage war dafür eine Schachtförderanlage, die zu seiner Zeit mit Wasserkraft oder Pferdekraft angetrieben wurde. Die Pyramiden selbst wurden so angefertigt, dass sie mit der erwärmten Luft der Kerzen angetrieben werden konnte.
Zur jetzigen Zeit finden sich nicht nur im Erzgebirge kleine Läden, in denen Dekorationsfiguren und Nussknacker gekauft werden können. Auf Christkindlmärkten weithin, sind immer wieder Verkaufsstände vertreten, die diese Volkskunst verkaufen. Räuchermännchen und Erzgebirgische Pyramiden gehören mittlerweile zur Adventszeit wie der Weihnachtsbaum und sind auch immer ein gern gesehenes Geschenk.
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