Interne Unternehmenskommunikation: Kritisieren, motivieren, fördern
Artikel (Nr.3459) wurde am 29.04.2011 veröffentlicht
Münster – Ein Unternehmen kann auf Kommunikation nicht verzichten - nach außen wie nach innen.Zum einen müssen Firmen mit dem Kunden kommunizieren, von sich aufmerksam machen und mit ihren Produkten überzeugen. Zum anderen aber muss das Unternehmen mit der eigenen Mitarbeitschaft kommunizieren, die diese Produkte entwickelt und herstellt.Beispielsweise müssen regelmäßig gemeinsame Ziele definiert und die Arbeit reflektiert werden, um gegebenenfalls nachbessern, aber auch motivieren zu können.
Für Führungskräfte ist das nicht immer ganz einfach. Ob Mitarbeiterjahresgespräche, Motivations- oder auch Zielvereinbarungs- und Kritikgespräche – immer wieder ist die Frage, wie eine dem Anlass angemessene Vorbereitung aussieht und wie im richtigen Moment der richtige Ton getroffen werden kann. Kritik zum Beispiel konstruktiv und sachlich zu formulieren, ist für die Akzeptanz der Vorschläge von hoher Bedeutung.
Dr. Jana Völkel-Kitzmann, Rhetorikexpertin und Co-Geschäftsführerin des Management-Instituts Dr. A. Kitzmann aus Münster, gibt in ihren Seminaren nützliche Tipps für gelungene Kommunikation: "Zum einen sollte der Zeitpunkt zeitnah im Anschluss an die relevante Situation gewählt werden, sich jedoch keinesfalls direkt anschließen. Spontan geführte Gespräche geben Niemandem die Gelegenheit, gut vorbereitet zu sein, und tendieren zu Emotionalität. Auch der Mitarbeiter sollte die Gelegenheit haben, sich vorzubereiten."
Wichtig sei zudem eine Realistische Zielsetzung: "Setzen Sie sich Gesprächsziele, die dem Kompetenzprofil und den Potentialen des Mitarbeiters entsprechen. Dies wird ihn motivieren und fordern, aber nicht überfordern", so die Expertin. Wichtig bei Kritikgesprächen sei es, immer sachlich und konstruktiv zu bleiben, damit verständlich wird, an welchen Punkten beispielsweise Verhaltensänderungen vorgenommen werden müssen. "Fragen Sie sich: Würde ich auch gerne auf diese Art und Weise kritisiert werden?", so Völkel-Kitzmann, die weiter rät: "Wichtig ist es, gemeinsam in die Zukunft zu schauen und außerdem Kontrollpunkte zu vereinbaren, zu denen man sich wieder zusammensetzt und schaut, ob Verbesserungsvorschläge umgesetzt wurden und inwiefern sie nützlich waren."
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