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   Artikel Prepaidkarten – Eine Alternative?
Prepaidkarten – Eine Alternative?
Artikel (Nr.349) wurde am 06.08.2007 veröffentlicht

Prepaidkarten für Handys haben lange Zeit ein Schattendasein geführt und waren im Grunde für niemanden eine Alternative zum Handyvertrag. Interessant waren sie nur für jene, denen ein Handyvertrag aufgrund mangelnder Bonität verweigert wurde oder Handynutzer mit so geringem monatlichem Umsatz, dass Grundgebühr oder Mindestumsatz gängiger Verträge bereits die eigentlichen Handykosten überstiegen. Aufgrund der vergleichsweise teuren Tarife bei Prepaidkarten betraf dies aber wirklich nur Wenigtelefonierer, die ihr Handy hauptsächlich aus Gründen der Erreichbarkeit bei sich hatten. Dieser große Unterschied bei den Preisen für Gespräche und SMS schmolz erstmalig mit dem Start des Prepaidkarten Anbieters Simyo, einer Tochterfirma von E-Plus, die mit Tarifen an den Start ging, die wesentlich günstiger waren als jene der Prepaidkarten der Netzbetreiber. Auf diesen Zug sprangen schnell weitere Prepaid Discounter auf, wodurch die Preise weiter ins trudeln kamen. Sowohl verschiedene Lebensmittel-Discounter, ein Kaffeeröster, aber auch reine Anbieter von Prepaidkarten, welche ihren Vertrieb hauptsächlich über das Internet organisieren, kamen mit der Zeit hinzu. Sowohl für das E-Plus-Netz, als auch für das D1-Netz gibt es heute diverse Prepaidkarten zu kaufen. O2 hat bisher mit Tchibo nur einen Sub-Anbieter mit ins Boot geholt, Vodafone vermarktet sein Handynetz dagegen nach wie vor exklusiv. Da die Qualität aller Handynetze in Deutschland in den letzten Jahren stark verbessert wurde, spielt das genutzte Handynetz des Anbieters jedoch auch nur noch eine untergeordnete Rolle, denn netzinterne Unterschiede bei den Tarifen gibt es nicht. Ein großer Vorteil der Prepaid Tarife ist nämlich ihre einfache Struktur, bei der Gespräche in alle Handynetze und das Festnetz mit dem gleichen Preis berechnet werden, gleiches gilt auch für SMS. Einzig Anbieter-Interne Gespräche und SMS werden vielfach zu einem noch günstigeren Preis angeboten. Ein großes Manko beim Kauf einer Prepaidkarte ist aber nach wie vor das fehlende Handy. Bei Abschluss eines Handyvertrags wird für gewöhnlich ein stark verbilligtes Handy mitgeliefert. Hierbei muss allerdings auch beachtet werden dass diese 1-Euro-Handys letztendlich nicht wirklich verschenkt werden, die Kosten für diese Neugeräte werden im Laufe der zweijährigen Vertragslaufzeit in Form von Grundgebühren, Mindestumsätzen oder höheren Tarifen dem Kunden doch in Rechnung gestellt. Ab einem gewissen monatlichen Umsatz rentiert sich eine solche Grundgebühr mitunter aber doch, vor allem wenn statt der Grundgebühr einzig ein Mindestumsatz berechnet und dieser in der Regel ausgenutzt wird. Für all jene deren monatlicher Umsatz darunter liegt, haben die meisten Prepaid Discounter mittlerweile aber auch Prepaid Handys im Angebot. Diese Handys, welche zusammen mit einer Prepaidkarte verkauft werden, sind zwar nicht so stark verbilligt wie ein Vertragshandy, ein gewisser Preisvorteil gegenüber dem Normalpreis des jeweiligen Handys besteht aber doch. Vor allem wenn keine zu hohen Ansprüche an das neue Gerät gestellt werden, lässt sich auf diesem Wege das neue Handy bereits zu Preisen weit unter einhundert Euro erwerben, ein Betrag der bei fehlenden monatlichen Fixkosten binnen der bei einem Vertrag zweijährigen Bindung leicht eingespart werden kann.
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