Wie man sich von Prüfungsängsten befreien kann
Artikel (Nr.362) wurde am 18.08.2007 veröffentlicht
Im folgenden Artikel werden Ursachen von Prüfungsängsten und
Wege, diese aufzulösen oder zu lindern erörtet.
Prüfungsangst und ihre Auswirkungen
Nach einer Untersuchung der Deutschen Kinder - und
Jugendpsychatrie sind etwa 15 Prozent der Schüler von
Prüfungsangst betroffen. Prüfungsänste wirken je nach Stärke, mit
der sie auftreten entsprechend leistungshemmend.
Was sind die Ursachen von Prüfungsangst?
Das Auftreten von Prüfungsängsten hängt mit der Natur des
menschlichen Gehirnes zusammen. Unser Stammhirn, in dem sich das
Gefühlszentrum befindet, ist nicht zu flexiblen und intelligenten
Reaktionen in der Lage, sondern von der Natur her auf Kampf oder
Flucht (Angst- Impulse) eingestellt, sobald ein Mensch irgendwo
Gefahr wittert.
Schätzt ein Schüler eine Prüfung als bedeutend oder wichtig
ein so, führt das fast automtisch dazu, dass Angst- Impulse
ausgelöst werden, sobald eine Schwierigkeit während einer Prüfung
auftritt. Es werden dabei Stress- Hormone ausgeschüttet und die
Fähigkeit, klar zu denken geht fast komplett verloren.
Was tun zur Lösung von Prüfungsangst?
Um Prüfungsängste aufzulösen, genügt es zu wissen, wie
Prüfungssituationen so bewertet werden können, dass das Stammhirn
nicht mit Kampf- oder Flucht- Impulsen reagiert und das Großhirn
damit lahm legt. Das gelingt durch bewußte Aufmerksamkeit und
gezieltes Training der Gedanken während einer Prüfungssituation.
Auslöser für Ängste klar machen
Sollen Prüfungsängste gelindert oder gelöst werden, so ist
der erste Schritt dazu, sich die Angst- auslösenden Gedanken
bewußt zu machen.
Eine wiederholte Selbstbefragung oder Sitzungen bei einem
geschulten Psychologen bringt Einstellungen und Gedanken hervor,
die ein Schüler während Prüfungen hat. „Oh Gott, was, wenn ich
die Prüfung nicht bestehe?“ wäre beispielsweise ein potenziell
angstauslösender Gedanke.
Solche Gedanken lassen sich am besten in ruhiger, entspannter
Atmosphäre finden und gezielt verändern.
Ein alternativer Gedanke, der nicht zu Prüfungsängsten führt
wäre im obigen Beispiel: „Ob ich die Prüfung bestehen werde oder
nicht, kann ich jetzt gerade gar nicht wissen, es ist sinnlos,
darüber nachzudenken. Ich konzentriere mich auf das, wonach ich
gefragt werde und gebe mein Bestes.“
Damit die gedankliche Veränderung dauerhaft auch während einer
Prüfungssituation wirkt, sollte die neue Einstellung eine gewisse
Zeit lang trainiert werden.
Möglichkeiten auf eine Art umzudenken, dass keine
Prüfungsangst entfacht wird, gibt es sehr viele. Gedanken, die
keine Ängste auslösen zeichnen sich besonders dadurch aus, dass
sie einerseits möglichst realistisch sind, also der Wahrheit
entsprechen und sich andererseits für den Denkenden gut anfühlen.
Eine ausführliche Anleitung mit vielen Denk- Beispielen zur
Lösung von Prüfungsängsten hat die Redaktion Nachhilfe.Name
entwickelt
Nachhilfe.Name.
Artikel zum Thema Prüfungsangst:
Prüfungsangst
zu finden.
Was bleibt nach der Aufarbeitung der Auslöser von
Prüfungsangst?
Nach systematischer und möglichst lückenloser Aufarbeitung
aller Zweifel und Befürchtungen lassen die Ängste mit der Zeit
deutlich nach und es stellt sich während Prüfungen ein neutrales
oder sogar angenehmes Gefühl ein. Dem Schüler bleibt dann
höchstens eine leichte und nicht nennenswert leistungshemmende
Nervosität zu Beginn der Prüfung, ähnlich wie das Lampenfieber,
das manche Schauspieler vor Auftritten erleben.
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