Wie entsteht Sodbrennen?
Artikel (Nr.3649) wurde am 27.05.2011 veröffentlicht
Magensäure besteht aus
Salzsäure und dem
eiweißspaltenden Pepsin. Die
Schleimhaut der Magenwand ist
vor diesem aggressiven Gemisch
durch verschiedene
Schutzfaktoren geschützt. Die
Aufgaben der Magensäure
bestehen im Abtöten der Keime
und dem Aufspalten von
Nahrung, damit der Körper die
herausgelösten Nährstoffe
aufnehmen kann. Es wird immer
nur so viel Säure gebildet,
wie notwendig ist. Allerdings
kann durch falsche Ernährung,
Rauchen, Stress, Medikamente
und Krankheiten ein Überschuss
an Magensäure entstehen. Um zu
verhindern, dass die
Magensäure aus dem Magen in
die Speiseröhre gelangt, sitzt
ein Schließmuskel zwischen
Magen und Speiseröhre. Bei zu
hohem Druck auf den Magen
durch Schwangerschaft,
beengende Kleidung, liegende
Position kann die Säure nicht
mehr gehalten werden und sie
fließt zurück in die Speiseröhre.
Dies führt zu Brennen,
Schmerzen und saurem
Aufstoßen, sprich: Sodbrennen.
Je saurer dem Mageninhalt,
desto stärker die Beschwerden.
Welche Ursachen kann
Sodbrennen haben?
Sodbrennen wird durch die
Magensäure in der Speiseröhre
verursacht. Diese gelangt
immer dann dorthin, wenn der
Schließmuskel den Magen nach
oben nicht dicht abschließt.
Dies kann durch erhöhten Druck
auf den Muskel oder durch
Erschlaffung des Muskels
verursacht werden.
Ein Auslöser für Sodbrennen
kann säurefördernde Ernährung
sein, daher sollten Betroffene
ihre Essgewohnheiten
überprüfen. Zu viel, zu fett,
zu scharf, zu heiß oder zu
kalt - all dies kurbelt die
Säureproduktion unnötig an.
Der Verdauung kommt es
außerdem zu gute, ausgiebig zu
kauen und einige Stunden vor
dem Schlafengehen nichts mehr
zu essen. Kaffee und Süßes
sollte man reduzieren, ebenso
Nikotin. Nikotin löst im Magen
die Ausschüttung von
Magensäure aus – wie eine
Mahlzeit – nur dass dann
selten etwas zum Verdauen in
den Magen kommt. Außerdem kann
das in Zigaretten enthaltene
Nervengift den Schließmuskel
zwischen Magen und Speiseröhre
beeinträchtigen und einen
Rückfluss der Magensäure
auslösen. Auch Übergewicht, zu
enge Kleidung oder langes
Sitzen sind häufig der Grund,
warum Magensäure in die
Speiseröhre gedrückt wird.
Bei Sodbrennen, verschließt
der Speiseröhrenschließmuskel
den Mageneingang nicht mehr
richtig, fließt vermehrt
Mageninhalt zurück in die
Speiseröhre. Die Schleimhaut
der Speiseröhre besitzt keine
Schutzmechanismen gegen den
aggressiven Magensaft. Die
Folge: Die
Speiseröhrenschleimhaut wird
geschädigt. Langfristig kann
auf diese Weise eine
Krebs-Vorstufe entstehen, was
ein vielfach höheres
Krebs-Risiko für den
Erkrankten bedeutet.
Mehr Informationen zum
Thema Sodbrennen finden sie
unter omep.de.
So kann neben der Einnahme von
Medikamenten auch eine
richtige Ernährung den Magen
unterstützen.
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