Virtuelle Mobilfunknetze
Artikel (Nr.376) wurde am 23.08.2007 veröffentlicht
MVNO steht für Mobile Virtual Network Operator und bezeichnet einen virtuellen Netzbetreiber im Mobilfunkbereich.
Derzeit gibt es in Deutschland 4 physisch vorhandene Netz: T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2. Diese verkaufen den Zugang zu
ihrem Netz einem weiteren Betreiber, der dann ein (eben nur virtuelles) eigenes Netz aufbaut: mit eigenen Marken,
Vorwahlen, Handytarife und Servicepunkten – nur ohne eigenes physisches Netz.
Gerade bei E-Plus finden sich derzeit mit Vistream und mvneco 2 MVNO. E-Plus versucht damit, die Kapazitäten des eigenen
Netzes auszuschöpfen, die gerade in den Ballungsräumen wenig ausgelastet sind. Jeder weitere Anbieter der Kunden ins E-Plus
Netz bringt, hilft daher, das Netz effektiver und gewinnmaximierter zu betreiben. Aus diesem Grund sehen die Netzbetreiber die MVNO
nicht als wirkliche Konkurrenz an sondern eher als hilfreiche Partner. Im MNVO-Bereich finden sich derzeit sehr
viele Prepaid Anbieter, im weitesten Sinne kann man auch Disocunter wie
allmobile oder
Klarmobil mit zu den MVNO zählen, auch wenn in diesen
Fällen die Abgrenzung der Netze nicht so deutlich hervorsticht. Neue Anbieter in diesem Bereich sind zum Beispiel
Sunsim oder Solomo im Netz von Vistream.
Der Vorteil der MVNO ist aber in erster Linie die Flexibilität. Tarife für bestimmte Zielgruppen sind nur
so möglich geworden – ein großer Netzbetreiber hätte sich bei Spezialtarifen für Autofahrer usw.
eher verzettelt und diese wären über kurz oder lang wegen mangelender Effektivität wieder abgeschaltet worden.
MNVO können sich gezielt auf solche Zielgruppen einstellen – mit Markenbranding, Tarifen und auftreten. Voraussetzung
dafür ist natürlich, dass die Zielgruppe groß genug ist um kostendeckend arbeiten zu können.
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