»Gute Vorsätze zum Jahreswechsel«
Artikel (Nr.3789) wurde am 22.06.2011 veröffentlicht
Wenn der Kalender dünn wird
und nur wenig vom Tag bleibt,
besinnen sich weltweit die
Menschen auf die Tradition,
gute Vorsätze für den
Jahreswechsel zu fassen. All
ihre Fehler, Mangel, Defizite
und – einmal wieder – nicht
erreichten Verbesserungen im
Leben werden plötzlich ans
Licht getragen.
Die Familien- oder
Einzelbilanz endet stets
gleich: wie alle Jahre wieder
werden all die guten Vorsätzen
zum Jahreswechsel mit
scheinbar frischer Energie
gefasst. Schlechte
Angewohnheiten wollen wir -
dieses Jahr ganz sicher -
aufgeben. Ziele sollen nun
endlich erreicht werden. Ganz
oben auf der Liste stehen ganz
neue, bisher nie gewagte
Vorhaben.
»Gute Vorsätze verblassen
im Alltag«
Dieser Lebensrhythmus scheint
unvermeidlich: Das Fest
verklingt, und mit den letzten
Resten der Silvestertafel
kehrt das Vergessen der guten
Vorsätze auch nach diesem
Jahreswechsel in den Alltag
zurück. Nur dann im
Jahreslauf, wenn die
Sandkörnchen im Lebensgetriebe
schmerzhaft die Erinnerung
auffrischen, durchzuckt uns
kurz ein »Ach ja, ich wollte
doch...«
Arthrose, Herzschmerzen oder
ein Stechen in der Lunge,
Atemnot oder eine defekte
Leber belehren uns, es doch
noch, wenn auch spät, mit den
guten Vorsätzen vom
Jahreswechsel zu versuchen.
Rasch trübt die scheinbar
unverwüstliche Gesundheit den
Erinnerungseffekt wieder wie
vorher.
Wandeln wir Jahr um Jahr in
diesem Getriebe, kommt doch
irgendwann die bittere Bilanz
unaufschiebbar auf uns zu.
Blockaden und ernste
Gesundheitsschäden zeigen auf,
welche guten Vorsätze zu
welchem Jahreswechsel wir
besser nicht vergessen hätten.
Auf einmal bleibt so viel Zeit
zum Erinnern und Nachdenken,
dass es für hundert solcher
Listen reichen würde.
»Wer schreibt, der bleibt...«
- An diesem Sprichwort ist
auch etwas dran.
Aufgeschrieben, am besten in
einen realistisch geführten
Terminkalender, sind gute
Vorsätze zum Jahreswechsel
tatsächlich ein Gewinn für
unser Leben. Das wussten schon
die alten Germanen und nutzten
den Vorteil von schriftlichen
Plänen.
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»Klassiker in neuem Glanz –
den Jahreswechsel
unvergesslich festhalten«
Hilfreich ist es, gute
Vorsätze zum Jahreswechsel
irgendwie »festzuhalten«. Die
germanische Tradition des
Runenschnitzens zu Silvester
und zum Sonnwendfest verlieh
den Wünschen zugleich die
Magie, diese im Jahreslauf zu
verwirklichen. Man musste nur
die richtigen Zeichen
verwenden, und schon ließ sich
alles wie von Zauberhand
umsetzen, erreichen oder
erfüllen.
Moderner ist es natürlich, ein
Handy zu benutzen. Dort kann
man ebenso all die guten
Vorsätze für den Jahreswechsel
eingeben, etwa in einen
Terminordner, in eine
(Zeit)Planungssoftware oder
einfach in Form einer weniger
formatierten, doch
allgegenwärtigen Wunsch- oder
Zieleliste, im Alltag stets
auf dem Display sichtbar und
griffbereit.
Kleine Reime oder emotional
ansprechende Sinnsprüche
unterstützen den Vorgang des
Einprägens. Gute Vorsätze zum
Jahreswechsel mit
Wortrhythmus, vielleicht in
der Wohnung oder im Büro
sichtbar platziert, motivieren
allein durch die klangvolle
Struktur der Ziele. Sicher
kennt jeder den lästigen, doch
stets wiederkehrenden
»Wortwurm«. Sinnvolle
Wortrhythmen wirken ebenso.
Durch stete geistige
Wiederholung kleiner Reime
oder das tägliche Ansehen
eines bewegenden Sinnspruches
gelangen die guten Vorsätze
vom Jahreswechsel tief ins
Unterbewusstsein. Fast
automatisch gelingt oft die
Umsetzung, vor allem dann,
wenn diese positiv formuliert
werden.
»Konstruktive Formulierungen
für Pläne, Wünsche und Ziele«
Ein positiver guter Vorsatz
zum Jahreswechsel kann
beispielsweise wie folgt lauten:
»Ich lasse meine Lunge
regenerieren und ersetze
Nikotin durch frische Luft.«
Ausgedrückt in Wortrhythmus
und einprägsamer für das
Unterbewusstsein klingt es so:
»Nach frischer Luft meine
Lunge ruft. Tabu ist nun die
Rauchergruft (oder, weniger
drastisch... Rauchersucht).
Wenn die guten Vorsätze schon
zum Jahreswechsel – wieder
einmal – im übermäßigen
Alkoholkonsum ertrinken
wollen, kann diese
Formulierung hilfreich sein:
»Fuselnebelschwaden ziehn, ab
heute bin ich clean.«
Möglicherweise soll dem
Bewegungsmangel endlich
begegnet werden.
Hierbei kann die
Selbstaufforderung nutzen:
»Beweg dich lieber selbst,
bevor es andere tun.«
So kurz wie die genannten
Reime, die Sätze und die
einzelnen Stichpunkte zu den
guten Vorsätzen des
Jahreswechsels, so klein
können auch die Teilziele
gestaltet sein. Zu hoch
gesteckte Ziele entmutigen
rasch, vor allem, wenn kaum
Aussicht auf Veränderungen
besteht. Dagegen stärkt es die
Motivation, gute Vorsätze
schrittweise zum Jahreswechsel
umzusetzen.
Jedes kleine Stückchen
führt schließlich weniger
aufwändig, doch stet zum
nächsten Erfolg. Mit dem
Erfolg kommt das Glücksgefühl.
Dieses schließlich ist die
Motivation für neue gute
Vorsätze für den nächsten
Jahreswechsel.
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