Elterngeld – die staatliche Unterstützung für junge Eltern
Artikel (Nr.4019) wurde am 29.07.2011 veröffentlicht
Bei der Familienplanung spielt häufig auch der finanzielle Aspekt eine wichtige Rolle. Gerade wenn die Eltern bisher berufstätig waren, wünschen sich die meisten Mütter oder Väter, eine gewisse Zeit nur für das Kind da sein zu können. Dies hat natürlich zur Folge, dass kein Einkommen mehr erzielt wird, und der Kinderwunsch erst mal zur Seite geschoben wird.
Diesem Effekt soll das Elterngeld entgegenwirken. Seit 2007 wird das Geld nicht mehr, wie bis dahin gültig, als fester Betrag bezahlt, sondern einkommensabhängig berechnet. Es beträgt 67% des vorherigen Nettoentgelts. Selbstverständlich können Mutter oder Vater das Elterngeld beantragen, sie können gleichzeitig, nacheinander oder im Wechsel die 14 Monate in Anspruch nehmen.
Mit dieser sehr flexiblen Regelung soll den künftigen Eltern die Möglichkeit gegeben werden, die finanzielle Lücke durch Einkommensausfälle zumindest teilweise zu finanzieren.
Ob die alte Form des Erziehungsgeldes besser war als das neue Elterngeld, darüber lässt sich streiten. Wie immer gibt es Verlierer und Gewinner. Fakt ist, dass gerade Geringverdiener, oder Menschen ohne eigenes Einkommen, vom neuen Gesetz schlechter gestellt werden, wogegen sich Arbeitnehmer mit mittleren oder höheren Einkommen über Verbesserungen freuen dürfen. In einem Punkt hat sich der Gesetzgeber allerdings selbst überholt. Wenn nur ein Jahr Elterngeld bezahlt wird, was sollen die Eltern im Anschluss machen, wenn keine Betreuungsplätze für die Kinder zur Verfügung stehen.
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