DNA - Hilfe für die Gerichtsmediziner
Artikel (Nr.404) wurde am 05.09.2007 veröffentlicht
Bei Gerichtsshows und crime investigation-Serien im
Fernsehen sieht alles immer ganz leicht aus: wenn ein Mann
an seiner Vaterschaft zweifelt, rollt er ein
Wattestäbchen im Mund herum und zwei Minuten
später hat er die Vaterschaftsbestätigung oder
eben nicht. Wenn ein Mordopfer gefunden wird, schneidet der
Gerichtsmediziner ein paar Haare ab, die in einem
Reagenzglas schwimmen und dank seiner Datenbank weiß
er sofort, wer das Opfer war.
In der Wirklichkeit nehmen diese Analysevorgänge
sehr viel mehr Zeit in Anspruch. So muss vor der
Analyse des
Erbgutes die Probe zunächst gereinigt werden. Auf dem
Markt sind dafür verschiedene Kits (auch:
Isolationskits) erhältlich, die die wichtigsten
Instrumente und chemischen Lösungen enthalten. Je nach
Einsatzgebiet und Verwendungszweck der gereinigten DNA
unterscheiden sich die Kits in ihrer Zusammenstellung.
So benötigt man z.B. für die Extraktion aus Boden-
, forensischen, Pflanzen- oder Pilzproben andere
Lösungen als für die Extraktion aus frischem oder
gefrorenem Human- oder Tierblut. Besondere Kits gibt es auch
für z.B. mit Schwermetall belastete Bodenproben. Auch
entsprechend dem Verwendungszweck und der Probenmenge
unterscheiden sich die Kits.
Prinzipiell enthalten alle diese DNA Kits
Technologien aus der Biotechnologie, Filtrationstechnik,
Molekularbiologie und der Spritzgusstechnik. Dazu
gehören beispielsweise Pipetten, Filter, PCR-
Gefäße, Kapillare und Reaktionsgefäße.
Diese Instrumente sind durch ihre Dicke, Größe
und ihre besondere thermische und mechanische Belastbarkeit
optimal auf ihr Einsatzgebiet abgestimmt.
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