Reisetipp: Vulkaneifel
Artikel (Nr.4228) wurde am 07.09.2011 veröffentlicht
Reisetipp: Vulkaneifel
Für Wanderfreunde, die grüne Hügel, abwechslungsreiche Wälder, Wasser und saubere Luft lieben, haben wir hier ein wunderschönes Reiseziel gefunden. Wir befinden uns in der Vulkaneifel und quartieren uns nahe Manderscheid, etwa auf der Hälfte zwischen Trier und Koblenz, ein. Diese Mittelgebirgsregion teilt sich Nordrhein-Westfalen mit Rheinland-Pfalz. Es gibt sehr vieles zu entdecken und wir wundern uns über die Einsamkeit, die uns empfängt. Touristenströme, so erklärt man uns, gäbe es hier nur im Sommer. Es ist Mitte August und wir beschließen verwundert, dass sich Sommer in der Eifel wohl durch die Urlaubszeit von Belgien, Holland und Nordrhein-Westfalen definiert.
Wir freuen uns die Wanderwege fast mit keinem teilen zu müssen und begeben uns auf den viel gerühmten Lieserpfad. Die erste Etappe von Daun nach Manderscheid ist gemütlich aber ziemlich unspektakulär. Die zweite Etappe von Wittlich nach Manderscheid mit 24 km Länge ist wirklich wunderschön und rechtfertigt das viele Lob.
Die vulkangeschichtlich interessante Gegend hält besondere Highlights in Form von Maaren, Vulkanseen, bereit. Diese laden zum Umrunden, Baden und Fotografieren ein. Einen besonders schönen Eindruck erhält man bei der Tour um die 3 Dauner Maare oder bei einer Umrundung des Pulvermaars im hohen Buchenwald. Wenn die Füße eine Pause benötigen, mietet man ein Fahrrad in Daun und lässt sich auf dem Maare-Mosel-Radweg, gemütlich gen Süden rollen.
Dies ist wirklich so, denn eine alte, umgebaute Bahntrasse hält ein fantastisches Abenteuer bereit. Auf 59km Länge geht die Fahrt durch Eisenbahntunnel und über Aquädukte fast ausschließlich bergab bis nach Bernkastel-Kues. Der kühle Fahrtwind ist eine willkommene Abwechslung, denn entgegen sämtlicher Vorhersagen, die Eifel sei rau und regnerisch, müssen wir aufpassen, dass wir keinen Sonnenbrand kassieren. An etlichen Haltestellen unterwegs sammelt der Radler, Radlerbusein Linienbus mit Fahrradanhänger, die Müden wieder ein um sie zurück nach Daun zu bringen. Vorherige Reservierung sehr empfehlenswert!
Wir fahren natürlich bis zum touristenüberstömten Bernkastel-Kues und sind froh, nach einem Gläschen Moselwein, wieder in unseren ruhigen Ferienort zu gelangen.
Da die Gegend eine hohe Dichte an Sehenswürdigkeiten bereit hält entscheiden wir uns zwischendurch für eine Fahrt nach Trier ( leider sehr enttäuschend ) und einen Besuch der Bundesgartenschau in Koblenz
Eine Fahrt entlang der Mosel ab Cochem, bringt uns zur Burg Eltz, die derzeit leider stark eingerüstet und dadurch wenig fotogen ist. Wir wandern entlang des Elzbaches bis zur 10km entfernten Burg Pyrmont und besorgen uns auf demselben Rückweg gleich unser Abendessen im herrlichen Pilzwald. Wir genießen wieder einmal die Ruhe und Einsamkeit und werden auch diesen schönen Weg so schnell nicht mehr vergessen.
Fazit: Auch Familien mit Kindern sind in der Eifel bestens aufgehoben. Viele Burgen, zum Teil mit tollen Ritterfesten, können besichtigt werden, Museen erklären die geografischen Besonderheiten. Ebenso lässt ein großes Angebot an sportlichen Aktivitäten keine Wünsche offen. Von Mountenbaiken, Drachenfliegen bis hin zu Heißluftballonfahrten ist alles möglich.
Mancherorts sind auch Wellnessprogramme verfügbar.
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