Entwicklung der Hypothekenzinsen
Artikel (Nr.429) wurde am 19.09.2007 veröffentlicht
In den vergangenen zwei Jahren gab es starke Zinsanstiege. Diese haben die
Kreditnehmer mit variabel verzinsten Hypothekendarlehen und Konsumkrediten sehr
belastet.
Diese Zinsanstiege führten auch dazu, dass der amerikanische Immobilienmarkt
zusammenbrach, was zu einer Verunsicherung an den Börsen führte.
Die Hypothekenzinsen sind in den letzten 10-20 Jahren fast ohne Unterbrechung
gefallen. Deshalb konnten Kunden langfristige Zinsbindungen (10-15 Jahre)
eingehen, da sie nur wenige Zinsen zahlen mussten. Anfang der neunziger Jahre
mussten 10 Prozent für einen Zehnjahreskredit bezahlt werden. Der tiefste Stand
war November 2005 mit einem historisch tiefen Zinsniveau von 3,6%. Im März 2007
war er bei 4,6%, also immer noch recht günstig.
Experten empfehlen lange Zinsbindungen einzugehen, da dies die Sicherheit stark
erhöht. Tage mit Zinsausschlägen nach unten sollten zur Absicherung der
Konditionen genutzt werden. Empfohlen wird eine Tilgung von 2%, dann ist man in
ungefähr 25 Jahren entschuldet.
Niemand kann sagen, wie sich die
Hypothekenzinsen in Zukunft verhalten werden. Immobilienfinanzierer
sollten sich deshalb nicht auf langfristig niedrige Zinssätze verlassen.
Zinsentwicklung für Kredite mit zehnjähriger Zinsbindung
1972: 9,5%
1982: 9%
1992: 8,5%
1997: 6,5% bis 7,0 %
1999: 4,5 %
2000: 6,0 %
2002: 5,5%
2003: 4,5 %
2005: 3,6% bis 4 %
2007: 4,5% bis 5 %
(Angaben ohne Gewähr)
Vorsicht! Bevor Sie einen Finanzierungsvertrag bei einer Bank eingehen, sollten
Sie sich eingehend informieren. Es wird zwar mit niedrigen Hypothekenzinsen
gelockt, aber nicht jeder Kunde erhält auch tatsächlich die Top-Konditionen.
Manchmal wird von Selbstständigen und Freiberuflern ein Zinsaufschlag verlangt.
Machen Sie deshalb am besten einen Hypothekenzinsvergleich über einen
Baufinanzierungsrechner oder bei einer der Verbraucherzentralen. Dies ist eine
Vertrauenserweckende Institution. Geben Sie hierzu einfach das Wort
"Verbraucherzentrale" in die Suchmaschinen ein. Dort können zukünftige
Immobilienbesitzer die günstigsten Hypotheken ermitteln. Alle Sonderkonditionen
wie Zinsaufschläge und Rabatte werden ebenfalls berücksichtigt. So kann sich
jeder die besten Konditionen errechnen lassen.
Folgende Daten sind für die Eingabe in einen
Baufinanzierungsrechner wichtig: Kaufpreis/Baukosten, Darlehenshöhe,
Zinsbindung, Tilgungssatz u.a.
Es lohnt sich in jedem Fall. |