Das Paraffinbad – kosmetische Behandlung mit schmerzlindernder Wirkung
Artikel (Nr.4339) wurde am 28.09.2011 veröffentlicht
Viele Kosmetikstudios bieten zur Behandlung trockener und spröder Haut an Händen und Füßen Paraffinbäder an. Aber was genau ist eigentlich ein Paraffinbad?
Ein Paraffinbad ist eine Behandlung mit heißem Paraffinwachs, die die Haut wieder zart und geschmeidig macht.
Dazu wird Paraffinwachs in einem speziellen Gerät erhitzt und dadurch verflüssigt. Hat das Paraffin die richtige Temperatur erreicht und ist flüssig, kann die Behandlung beginnen. Die Hände oder Füße werden nun langsam in das Paraffinbad eingetaucht und nach kurzer Zeit langsam wieder herausgezogen. Das Paraffin bildet nun einen Film um die Haut, der an der Luft rasch trocknet. Dieser Vorgang des Eintauchens und Herausziehens wird mehrmals wiederholt, um die Paraffinschicht um die Haut zu verdicken. Nach dem letzten Tauchbad werden die Hände oder Füße dann in spezielle Überzieher aus Frottee verpackt, die ein frühzeitiges Auskühlen des Paraffins verhindern sollen. Nun folgt eine Ruhephase von 15 bis 20 Minuten, in der das Paraffin auf der Haut belassen wird.
Durch die Wärme des Paraffins fängt die Haut an zu schwitzen. Allerdings kann die Feuchtigkeit nicht entweichen, weil das Paraffinwachs wasser- und luftundurchlässig ist. Außerdem öffnen sich durch die Wärme die Poren der Haut. Die durch das Schwitzen entstehende Feuchtigkeit zieht nun, anstatt zu entweichen, in die Haut ein und durchfeuchtet sie. Durch diesen Vorgang werden die Hände streichelzart und geschmeidig. Wenn die Hände oder Füße vorher noch mit einer reichhaltigen Creme eingerieben wurden, wird der Effekt noch zusätzlich verstärkt, da die enthaltenen Wirkstoffe durch die geöffneten Poren besonders tief in die Haut eindringen können. Häufig enthält auch das Paraffinbad Zusatzstoffe, meist handelt es sich dabei um Duftstoffe um den Wohlfühl-Effekt zu erhöhen. Allerdings kann das Paraffin auch mit Zusatzstoffen, wie z.B. Vitamin E, angereichert sein.
Doch das Paraffinbad hat nicht nur einen positiven Effekt auf das Hautbild, es kann auch zur Schmerzlinderung bei verschiedenen Erkrankungen, wie z.B. Rheuma, oder bei Muskelschmerzen oder Gelenkbeschwerden eingesetzt werden. Denn die Wärme, die bei einem Paraffinbad entsteht ist tiefenwirksam und ganzheitlich. Durch die Wärme werden die Muskeln gelockert, die Durchblutung angeregt und Schmerzen gelindert. Aufgrund dieser positiven Effekte kommt das Paraffinbad auch gerne in der Physiotherapie als vorbereitende Maßnahme vor verschiedenen Übungen, vor Massagen oder Ergotherapie-Sitzungen zur Anwendung.
Für rein kosmetische Anwendungen empfiehlt sich eine monatliche Anwendung, für therapeutische Zwecke kann das Paraffinbad hingegen problemlos 1-2 mal wöchentlich eingesetzt werden.
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