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Haarausfall
Artikel (Nr.439) wurde am 30.09.2007 veröffentlicht
Während der Haarausfall bei Männern eher als „normal“, teils sogar als ästhetisch und Reife verleihend angesehen wird, ist dies bei Frauen fast nie der Fall. Dennoch leiden in Deutschland fast die Hälfte aller Frauen UND Männer unter Haarausfall, auch wenn gerade die Frauen oft versuchen, dies mittels Perücken zu übertünchen.
Dabei ist der Haarausfall nicht immer genetisch bedingt, sondern wird oft auch durch andere Einflüsse hervorgerufen. So sind nicht selten gerade Frauen nach der Geburt eines Kindes von Haarausfall betroffen, aber auch stressbedingte Ursachen können der Auslöser hierfür sein.
Vom Haarausfall als solches spricht man jedoch erst ab einem Verlust von mehr als 100 Haaren pro Tag. Dabei müssen dann auch mehr Haare verloren werden, als nachwachsen. So entsteht hieraus auch die Kahlköpfigkeit bzw. die Haarlosigkeit, wobei man hiervon aber erst dann spricht, wenn ein mehr als 60%-iger Haarverlust vorliegt.
Dabei können die Arten von Haarausfall deutlich unterschiedlich ausfallen. Während bei dem einen nur einige Haare an den Schläfen verloren gehen, also die bekannten Geheimratsecken entstehen, klagen andere dagegen über den kreisrunden Haarausfall.
Behandlungsmöglichkeiten gegen diese Krankheit gibt es gerade für Frauen nur in unzureichendem Maße. Selbst die Diagnose mit der nötigen Ursachenforschung ist nur schwierig durchzuführen. Hierbei müssen neben aufgetretenen, akuten Erkrankungen mit Fieber, Schilddrüsenerkrankungen und Eisenmangel auch noch chronische Erkrankungen betrachtet werden. Und selbst dann ist noch nicht gesagt, dass die richtige Ursache festgestellt wurde, denn diese können auch in gänzlich anderen Lebensbereichen liegen. Sehr häufig ist sicher auch Stress der Auslöser von Haarausfall. Zwar wurde dieser möglichen Ursache bisher kaum Beachtung geschenkt, da sie noch nicht klinisch bewiesen war, aber mittlerweile wurden zumindest Tierversuche an der Berliner Charité hierzu durchgeführt. Unter anderem wurde hierbei festgestellt, dass bei gestressten Mäusen das Wachstum des Haares deutlich früher aufhörte. Bei nicht gestressten Mäusen gelang diese Wirkung durch Gabe eines Stresshormons. Dadurch wurde bewiesen, dass Stress durchaus auch eine Ursache für den Verlust des Haares sein kann. Ebenso wurde hier festgestellt, dass die Gabe eines Gegenhormons zum Stresshormon das Haarwachstum zwar nicht wieder anregen, aber den Haarausfall doch verringern konnte. Damit wurde wohl erstmals wissenschaftlich getestet und bewiesen, dass Haarausfall behandelbar ist – zumindest solange er durch Stress verursacht wurde.
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