|
|
| . |
 |
 |
| |
Artikel Herkunft von Wodka, Gin und Rum |
|
 |
Herkunft von Wodka, Gin und Rum
Artikel (Nr.451) wurde am 05.10.2007 veröffentlicht
WODKA, GIN UND RUM
Der Wodka ist ein besonderes Wässerchen, das einem den Atem nicht trübt. Ein altes, ehrwürdiges Sprichwort behauptet, der erste Wodka trifft wie ein Keil, der zweite wie ein Pfeil, die nächsten sind so leicht und fröhlich wie die Vögelchen. Der beste Wodka wird nicht nur in Russland oder Polen, sondern auch in Finnland hergestellt. Wodka wird aus Getreidemischungen oder Kartoffeln gebrannt. Dazu wird das Getreide oder die Kartoffeln zerkleinert und in Wasser eingeweicht. Diese Maische wird normalerweise mindestens zweimal gebrannt. Der Alkohol ist dann hochprozentig und nahezu rein, befreit von geschmackstragenden Teilen. Anschließend wird er gefiltert und mit Wasser verdünnt, die Trinkstärke beträgt dann mindestens 40 Vol.-%. Im Gegensatz zu anderen Branntweinen ist der Wodka neutral, rein und weich im Geschmack. Die Finnen verdünnen ihren 97 prozentigen Wodka mit einem sehr exklusiven Wasser, z.B. von Eiszeitmoränen. Ein dänischer Hersteller verwendet aufgetautes, grönländisches Inlandeis. Jeder tut sein Bestes, um die Qualität und Reinheit des Wodka zu gewährleisten. Zu unserem Vergnügen und ungetrübter Geschmacksfreude.
Wie jedes gute Getränk wird auch Wodka in der Zwischenzeit in vielen Ländern hergestellt, wobei sich Kenner beim Genuss von amerikanischem Wodka eher zurückhalten. Wohl nicht umsonst trinkt man in den USA den Wodka nur sehr selten pur. Doch von hier aus hat Wodka den Zugang zu den Cocktails gefunden.
Das war eine Idee, die man von den Amerikanern ohne Zweifel und Reue übernehmen kann. Durch seine Geschmacksneutralität überlässt der Wodka den anderen Zutaten eines Drinks die Hauptrolle und gibt lediglich seine Stärke und seine Kraft dazu. Verwenden Sie zum Mixen aber nur reinen, klaren Wodka. Es gibt nämlich auch gewürzte Sorten, die zwar meist pur sehr gut munden, doch den Wodka-Cocktails meist nur schaden.
Der Gin ist ein klarer Branntwein, der unter anderem aus Wacholderbeeren hergestellt wird. Er hatte seinen Ursprung in Hanau oder Amsterdam. Als sein Schöpfer gilt ein Franzose, der in einer dieser Städte heimisch war. Hier streiten sich die Geister, doch lassen wir sie ruhig streiten und hören ihnen mit einem Pink Gin in der Hand zu.
Der Ausgangspunkt zur Herstellung von Gin war der holländische Genever. Als Wilhelm III. von Oranien ihn nach England exportierte, wurde der dort erzeugte Genever in Gin umgetauft.
Während den kriegerischen Auseinandersetzungen mit Frankreich war das Trinken von Cognac in England verpönt. Dafür durfte aber jeder seinen Gin selbst herstellen. Zu, dieser Zeit gab es Leute, die dem Gin wahrhaft mörderische Zutaten beimischten, bis die Ginherstellung streng überwacht wurde. Die Behauptung, Nachfahren dieser Ginpanscher würden heutzutage ihr Unwesen in manchen Weingegenden treiben, ist noch nicht endgültig widerlegt worden.
Bekannt ist nur, dass in England diese Spirituose zweimal destilliert wird, auf Gerste- und Roggenbasis beruht und durch Wacholderbeeren, Koriander, Zitronenschale, Anis, Kümmel und anderen Zutaten verfeinert wird. Der englische Gin gilt im allgemeinen als sehr rein und hochwertig. Nach dem Destillieren wird er mit Wasser auf die übliche Trinkstärke von 38 bis 45 Vol.-% herabgesetzt.
Der englische Dry Gin enthält oft 40 Vol.-% Alkohol. Es gibt aber auch leichtere. Plymouth Gin enthält Zucker. Dieser Gin war ursprünglich der Traditionsdrink der englischen Marine. Irgendein Seebär im Offiziersrang hatte einmal aus Versehen bei schwankendem Seegang einige Spritzer Angostura - einen Bitterlikör - in sein Ginglas geschüttet. Dies ergab dann die Farbe Pink, der Drink machte bei der Navy Karriere, und der Offizier wurde befördert.
Die Herstellung des weltweit geschätzten Rums verdanken wir einer üblen Sitte, die glücklicherweise fast ausgerottet ist, der Sklavenhaltung. Negersklaven stellten aus anfallenden Rückständen bei der Zuckergewinnung ein leicht alkoholisches Getränk her. Die Weißen brannten später daraus Zuckerrohrschnaps.
Bei der Herstellung von Rohrzucker bleibt die Melasse zurück, eine braune, zähe Flüssigkeit. Diese wird mit Wasser verdünnt, um den Zuk-kergehalt von etwa 30% auf 15% zu reduzieren. Mit Hefekulturen wird das Gebräu versetzt. Die Maische wird vergoren und destilliert. Brauner Rum reift lange in hölzernen Fässern, wo er seine Farbe entwickelt, denn nach dem Brennen ist jeder Rum erstmal klar. Der weiße Rum lagert in hellen Eschenholzfässern, dann in Edelstahltanks. „Im Rum liegt die Wahrheit.“ So lautet ein altes Sprichwort aus der Karibik. Das mag sein, denn beim Genuss von sogenannten exotischen Drinks liegt das Herz bald auf der Zunge. Um die Wahrheitsliebe zu fördern, stellt beinahe jede Insel in der Karibik ihren eigenen Rum her. Zwischenzeitlich produziert fast jedes Land seinen eigenen Rum. Der beste goldene Rum, so sagt man, kommt aus Martinique. Bei Mixgetränken sollten Sie jedenfalls den Rum aus den karibischen Ländern bevorzugen. In den Vereinigten Staaten von Amerika wird hauptsächlich mit weißem Rum gemixt. Klassiker sind der Daiquiri und der Cuba libre. Allerdings kommt in letzter Zeit der braune Rum immer mehr in Mode. Drinks wie Mai Tai und Planter's Punch wären sicher ohne braunen Rum nicht so erfolgreich.
Versäumen Sie aber auch keinesfalls die zahlreichen exotischen Rumdrinks mit Coconutcream.
Zwei kleine Cocktails für den Abend von mir kreiert!
Fin Stripperin
fruchtiger, feinherber Shortdrink für den Abend
■ Cocktailglas
■ Shaker
5 cl Wodka
2 cl Apricot Brandy
1 cl Zitronen- oder Limettensaft
Die Zutaten im Shaker mit Eis schütteln schütteln ind in das und seihen.
North Pole Stripper
herb Shortdrink für den Abend
■ Cocktailglas mit Salzrand
■ Shaker
5 cl Wodka
2 cl Drambuie (Honiglikör)
2 cl Campari
Die Zutaten zusammen im Shaker mit Eis schütteln und in das Cocktailglas seihen.
|
|
|
 |
 |
 |
| |
|
|
|
|
| |
|
Ähnliche Artikel im Artikelverzeichnis
Die kleinen Sorgen mal zur Seite kehren und die Seele baumeln lassen. Wie wär es mit einem leckeren Whisky aus Schottland oder einem Whiskey aus Irland. Vorsicht Whiskey aus Irland mit einem
Spätzle selber machen ist einfacher als viele meinen. Nur, wenn Sie eine „Echte Schwäbische Hausfrau“ fragen, wird die Antwort ungefähr so ausfallen:“ „Also,
Die richtigen Gewürze und Gewürzmischungen für indische Spezialitäten
Indisch kochen wird immer beliebter. Die indische Küche ist extrem vielfälltig und bietet ein
Heiligabend steht vor der Tür und somit naht auch die Zeit der vielen Geschenke. Statistiken zufolge ist eines der diesjährigen Topgeschenke der Kaffeevollautomat. Ob von Jura Saeco,
Schokoholismus ist eine Sucht, eine süsse Versuchung. Wieviele Menschen wirklich Chocoholics sind, dass ist nicht bekannt. Eines wissen wir, dem Schokoholismus verfallenen Anhänger, wir
|
|
|
|
|
|