Krampfadern (Varizen) und ihre Behandlungsmöglichkeiten
Artikel (Nr.456) wurde am 30.09.2007 veröffentlicht
Viele Menschen leider unter Krampfadern. Dabei sind es nicht nur ältere,
sondern auch vermehrt jüngere Patienten. Krampfadern sind Venen die sich durch einen Rückstau des Blutflusse sichtbar
schlangenförmig nach außen stülpen. Krampfadern sehen äußerst unschön aus, aber sie verursachen
auch Beschwerden. So klagen Menschen die betroffen sind oft schon nach kurzem Stehen oder Gehzeiten über geschwollene,
müde Füße und manchmal sogar über Schmerzen. Das Risiko dass Krampfadern entstehen ist während der
Schwangerschaft besonders hoch. Es erhöht sich mit zunehmendem Alter, wobei Frauen wesentlich häufiger betroffen sind,
als Männer. Krampfadern treten meistens an den Beinen auf, in seltenen Fällen jedoch auch in anderen Körperregionen.
So zum Beispiel bei fortgeschrittenem Leberversagen, an der Speiseröhre.
Die Ursachen der Entstehung von Krampfadern sind sehr vielfältig. Meist kommt eine angeborene Bindegewebsschwäche zum
tragen. Aber auch Faktoren wie Übergewicht, überwiegend sitzende oder stehende Tätigkeiten, Bewegungsmangel oder
Schwangerschaft können die Bildung von Krampfadern begünstigen. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.
Die Beine mit Venenmittel einzureiben oder „Venentonika“ einzunehmen bessert die
Krampfadern in den wenigsten Fällen. Es gibt eigentlich nur zwei sinnvolle
Behandlungsmöglichkeiten. Zum einen das Herausziehen, also die operative Entfernung der betroffenen Gefäße.
Diese so genannte Stripping-OP wird unter Vollnarkose durchgeführt. Gleichzeitig werden kleinere Seitenäste
verödet um eine Neubildung von Krampfadern zu verhindern. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen hilft nach dem
Eingriff die Durchblutung zu verbessern.
Verödet werden Krampfadern vor allem dann, wenn die kleinen Hautvenen erweitert sind. Zur Verödung ist kein
Krankenhausaufenthalt notwendig, das Tragen von Kompressionsstrümpfen nach der Behandlung ist jedoch auch empfehlenswert.
Beim Veröden wird in die leere Vene ein Mittel eingespritzt, welches eine Venenentzündung erzeugt. Danach wird das
Bein bandagiert. Die Venen werden dadurch zusammengedrückt und verkleben. Viel Bewegung hilft die Durchblutung der
verbliebenen Gefäße zu fördern.
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