Neue Sportart vor dem Computer: eSport
Artikel (Nr.474) wurde am 18.10.2007 veröffentlicht
Immer mehr deutsche Jugendliche treiben einen Sport: eSport. Dabei müssen sie sich aber kein bisschen
bewegen, okay, vielleicht ein wenig ihre Hände. eSport findet nämlich im eigenen Kinderzimmer der
Jugendlichen statt. Sie sitzen dabei auf einem Stuhl. Und vor dem Computer!
Computer und Sport?
Das gibt es wirklich und entwickelt sich zu einer richtigen Trendsportart. Die Jugendlichen spielen dabei im
Internet gegen andere reale Gegner Matches. Sie knallen sich gegenseitig ab, der Beste gewinnt und bekommt nicht
selten ein großes Preisgeld. Gerade wegen der Killerspieldebatte klingt das ganze ziemlich komisch:
Killerspiele spielen soll ein Sport sein? Für den eSport braucht man jedoch je nach Spiel motorische
Fertigkeiten. Man muss eine gute Hand-Augen-Koordination haben. Denn man wenn man auf dem Bildschirm einen
Gegner sieht, muss man mit seiner Hand auf den Gegner zielen und im richtigen Moment abdrücken. Für
diesen richtigen Moment braucht man eine sehr schnelle Reaktionsgeschwindigkeit, die oft der ausschlagendeste
Grund für den Gewinn eines Turniers ist. Man braucht aber auch taktisches Verständnis und Wissen über
das Spiel. Vor allem muss man auch vorrausschauend und logisch denken können. Genau aus diesen Gründen
haben bereits einige Länder den eSport als offizielle Sportart ausgezeichnet. Natürlich asiatische
Länder, die immer den neuesten Mist mitmachen, denken manche. Aber auch die USA, Brasilien oder China
gehören zu den Ländern, die eSport als Sport verstehen. Erstes und bislang einziges Land in Europa
ist Bulgarien. eSport ist also ein richtiger und vorallem ernstzunehmender Sport, den eben vorallem viele
Jugendliche ausüben. Einige Jugendliche verbinden sich in einem sog. Clan, einer Mannschaft, die miteinander
spielt.
Fast ein Paradebeispiel für so einen Clan ist der Clan hInet. Auf dessen Homepage
www.hinet-online.de finden sich viele Informationen zum
Thema eSport. Es ist fast unglaublich, was die jugendlichen Mitglieder dieser eSportmannschaft auf ihrer Homepage
auf die Beine gestellt haben. Man findet dort ein richtiges Portal für eSport, sie selbst verstehen ihre
Homepage auch als ein solches. Sie veranstalten eigene Turniere, haben sogar professionelle Sponsoren. hInet
spielt auch ganz oben in den eSportligen mit, und das alles im jugendlichen Alter. Gerade das Beispiel von
hinet zeigt, dass man diesen Sport ernst nehmen sollte.
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