Welche Finanzierungsprodukte gibt es?
Artikel (Nr.52) wurde am 02.11.2006 veröffentlicht
Annunitätendarlehen:
Das Annuitätendarlehen ist heute am meisten verbreitet. Der Kredit wird in gleichbleibenden Raten getilgt. Meist monatlich, in manchen Fällen vierteljährlich oder halbjährlich. Die Rate beinhaltet Tilgung und Zinsen. Je fortgeschrittener die Tilgung ist, desto höher wird der Tilgungsanteil und umso niedriger der Zinsanteil. Die Restschuld wird fortlaufend schneller reduziert und die Belastung ist im Rahmen einer festen Verzinsung gut kalkulierbar.
Variables Darlehen:
Bei einen variablen Darlehen, werden die Zinsen alle drei Monate dem aktuellen Zinsniveau angepasst.
Wenn die Zinsen niedrig sind, sehr gute Konditionen, die monatliche Belastung ist allerdings nicht fix kalkulierbar. Meist wird diese Form für eine Zwischenfinanzierung gewählt oder zur Überbrückung von Zahlungsengpässen. Hier kann man größere Beträge zurückzahlen, bzw den Kredit gänzlich vorzeitig tilgen, ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Eventuell kann ein varibles Darlehen in ein Annunitätendarlehen umgewandelt werden. Meist zu den Anpassungsterminen.
Cap Darlehen
Ein Cap Darlehen ermöglicht eine variable Verzinsung mit einer Zinsobergrenze ( Cap Grenze ). Somit ist die Sicherheit innerhalb einer bestimmten Laufzeit gewährleistet, keinen höheren Zinssatz zu zahlen, als bei Vertragsabschluß mittels Cap Grenze festgelegt. Üblicherweise wird der Zinssatz alle drei bis sechs Monate den aktuellen Zinnsnivaue angepasst.
Konstantdarlehen
Ein Konstantdarlehen ist eine Kombination aus einer Vorfinanzierung und einen Bauspardarlehen. Parallel zum Finanzierungsbetrag, der sofort ausbezahlt wird, wird ein Betrag in einen Bausparvertrag einbezahlt. Aus beiden Beträgen ergibt sich die Gesamtfinanzierungssumme.Es wird hier angespart und getilgt. Bei Zuteilung des Bausparvertrages wird dieser zur Tilgung verwendet. Das verbleibende Darlehen wird nun in ein Bauspardarlehen umgewandelt. Die für die Tilgung und Zinsen gleichbleibende Rate wird nun für das Bauspardarlehen verwendet. Die Rate bleibt fest, bis zur vollständigen Tilgung. Vorzeitige vollständige Sondertilgung ist grundsätzlich möglich.
Forwarddarlehen
In Zeiten niedrigen Zinsniveaus bietet sich ein Forwarddarlehen an. Dieses Darlehen ist in die Zukunft gerichtet. In der Regel bis zu 36 Monate vor der tatsächlichen Auszahlung kann man einen Forwarddarlehensvertrag abschließen. Möglich ist es grundsätzlich zwölf bis zweiundvierzig Monate vor Auszahlung. Hervorragend einsetzbar, wenn ein Hauskauf oder Hausbau innerhalb dieser Zeit geplant ist. Die Bank trägt das Risiko, wenn die Zinsen wieder ansteigen sollten. Normalerweise werden die Zinsen ab Auszahlung auf fünf bis zehn Jahre festgeschrieben. Eine Tilgungsaussetzung ist grundsätzlich möglich. Üblicherweise werden hier Bausparverträge, Investmentfonds, Lebensversicherung oder Fondplice eingesetzt. Die Rate bleibt über die ganze Laufzeit gleich. Die Mindesthöhe für ein Forwarddarlehen beträgt meist, € 50.000,- Es werden hier je nach Laufzeit Zinszuschläge fällig, die von Bank zu Bank sehr unterschiedlich hoch ausfallen.
Fremdwährungsdarlehen
Von einen Fremdwährungsdarlehen spricht man, wenn das Darlehen in einer Fremdwährung gegeben wird. Das heißt statt Euro in Schweizer Franken oder Yen zum Beispiel. Das Wechselkursrisiko liegt beim Kreditnehmer. Es ist also eine Art Devisenspekulation. Das interessante an einer solchen Art von Darlehen sind außerdem die niedrigen Zinsen in manchen Ländern wie zum Beispiel der Schweiz oder Japan. Fremdwährungsdarlehen sind in der Regel variable Darlehen und mit einer meist nur kurzen Zinsbindung. Sehr oft werden Fremdwährungsdarlehen in Kombination mit Aktienfonds oder fondgebundener Lebensversicherungen angeboten. Das Zins- und Währungsrisiko sowie zusätzlich das Kursrisiko der Fonds trägt der Kreditnehmer.
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