Türkische Traditionen
Artikel (Nr.577) wurde am 03.12.2007 veröffentlicht
Die Türkei ist ein traditionsbewusstes Land. Viele Sitten und Gebräuche sind noch heute bei den Menschen verankert. Eine Tradition ist das Blaue Auge. Es ist ein Glasauge, das die Blicke des Bösen abwehren soll. Die Menschen glauben, dass böse Blicke eine Kraft besitzen, die schaden, verletzen und zerstören kann. Man glaubt, dass himmelblaue Augen die Kraft des Bösen am Besten abwehren, deshalb findet man überall in der Türkei das Blaue Auge. Wenn das Glasauge zersplittert, bedeutet dies, dass es einen bösen Blick abgewehrt und seine
Aufgabe erfüllt hat.
Die Familie und Heirat ist in der Türkei auch eine
Tradition. Die Türken glauben mit der Hochzeit an einen Neubeginn. Der Bräutigam erbittet einen Termin bei der Familie der Braut. Die Verlobungsringe werden angesteckt und durch eine rote, lange, seidene Schnur verbunden sind. Die Wohnung des Brautpaares wird mit einem Koran, einem Spiegel, einer Kerze, Reis und Zucker bestückt. Alles soll dem Brautpaar dienen.
Eine weitere Hochzeits-Tradition in der ist der Henna - Abend. Henna signalisiert das Ende des Jungesellendaseins und soll eine glückliche Ehe bringen. Die Braut trägt traditionell immer ein weißes Kleid bei der
türkischen Hochzeit. Aus Tradition trägt die Braut beim Verlassen des Elternhauses ein rotes Seidenband und einen Gürtel.
Eine weitere Tradition ist Hamam. Es ist ein türkisches Bad. Der Körper wird hierbei gründlich gereinigt. Körper und Seele
sollen im Einklang gebracht werden. Die Beschneidung ist eine weitere Tradition. Sie ist für einen Jungen von großer Bedeutung. Im Alter von 4-15 Jahren wird die Beschneidung durchgeführt. Das Ritual wird ähnlich wie ein Hochzeitsfest gefeiert. Die Durchführung erfolgt
von einem Arzt.
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