Carsharing Drei Fahrer ein Auto
Artikel (Nr.773) wurde am 27.04.2008 veröffentlicht
Mitfahrzentralen und Fahrgemeinschaften – all dies kennt man bereits, um Kosten beim Autofahren zu sparen. Aber was hat es mit dem Car-Sharing auf sich?
Neben der Vermietung gibt es eine weitere Möglichkeit, ein geliehenes Auto zu nutzen, nämlich durch das so genannte Car-Sharing.
Hier mietet man, entgegen der klassischen Autovermietung, das Auto nicht nur für einen bestimmten Zeitraum. Man muss nicht bei jeder Nutzung des Autos einen neuen Vertrag mit dem Carsharing-Betreiber abschließen, bei der Autovermietung ist man hingegen auf die Bürozeiten des Vermieters zum Vertragsabschluss angewiesen und zeitlich daher nicht ganz so flexibel.
Bei dem Car-Sharing schließt man mit der jeweiligen Gesellschaft einen Vertrag oder eine Mitgliedschaft in einem Car-Sharing-Verein ab.
Durch eine Buchung des Autos, die 24 Stunden per Telefon oder online durchgeführt werden kann, hat man die Möglichkeit das Fahrzeug an bestimmten, dafür reservierten Stellplätzen abzuholen und nach Nutzung dort auch wieder abzustellen.
Abgerechnet wird einmal pro genutzter Stunde, zum anderen pro gefahrenem Kilometer, wobei das Benzingeld hier mit eingerechnet ist.
Hierin besteht ein weiterer Unterschied zur Autovermietung, da diese häufig mit Frei-Kilometern werben, das Auto muss allerdings auch wieder voll getankt zurück gebracht werden.
Bei Aufnahme in einen Car-Sharing-Verein ist häufig auch ein einmaliger Aufnahmebetrag zu entrichten.
Ob im Carsharing eine gute Alternative zu einem eigenen Auto liegt, lässt sich pauschal nicht sagen, es hängt von den persönlichen Nutzungsverhältnissen ab.
So lohnt es sich zum Beispiel aufgrund der stündlichen Abrechnung kaum, dass gebuchte Fahrzeug zur täglichen Fahrt zur Arbeitsstätte zu verwenden. Andererseits kann es für Pendler interessant sein, da häufig an Bahnhöfen diese Autos zur Verfügung stehen, so dass mit der Bahn angereist und mit dem Auto ein Kundentermin wahrgenommen werden kann.
Diese Form der Autovermietung wird bisweilen allerdings nur in Ballungsgebieten, in größeren Städten bzw. Gebieten mit erhöhter gewerblicher Nutzung angeboten, da ansonsten nicht die Nachfrage oder der Bedarf besteht.
Autorin: Sandra Müller
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