HandyTV - Fernsehen per Handy
Artikel (Nr.844) wurde am 19.07.2008 veröffentlicht
Unter der Bezeichnung HandyTV versteht man Fernsehen, dass über ein Handy angeschaut werden kann. Das ist nicht das gleiche wie WEB-TV. Hierunter versteht man TV-Programme auf einer Webseite, die man als Download oder auch in Echtzeit auf irgendeinem Gerät mit Anschluss zum Internet betrachten kann.
Nahezu alle Mobiltelefone sind zwar mittlerweile in der Lage sich ins Internet einzuwählen und pbieten auch anständige Auflösungen und Klangqualitäten um Fernsehen anzubieten, gegenüber handyTV bringt dies jedoch ein paar Nachteile mit sich. Zum einen wären da die Gebühren, die sich anhäufen, wenn man sich mit seinem Telefon über ein Mobilfunknetz wie z.B. UMTS ins Internet einwählt. Pauschale Flatrateangebote sind im Mobile Internet noch wesentlich weniger verbreitet und verhältnismäßig teurer als Internetflatrates im Festnetz. Desweiteren eigenen sich Mobilfzunknetze aus technischer Sicht nicht besonders zur TV-Übertragung, da sie eine direkte Verbindung zwischen Sender und Empfänger aufbauen. Das bedeutet jeder Beteiligte ist gleichzeitig Sender und Empfänger. Das klingt zwar gut führt aber auch dazu, dass die zur Verfügung stehende Bandbreite unter allen Teilnehmern aufgeteilt wird. Die Menge der Beteiligte ist also von vorne herein begrenzt. Aus diesem Grund wurde für HandyTV spezielle Übertragungsnetze aufgebaut - zuerst DMB (Digital Multimedia Broadcasting) und kurz darauf DVB-H (Digital Video Broadcasting - Handhelds).
Bei Rundfunknetzen wird, genau wie beim klassischen Fernsehen, ein Signal einheitlich an alle User ausgestrahlt, ohne das die Empfängeranzahl die Übertragungsleistung beeinträchtigt. Dem Empfänger steht dabei allerdings kein Rückkanal zur Verfügung. Für interaktive Fernsehangebote müssen dann nach wie vor die Funknetze in Anspruch genommen werden. pDesweiteren lassen sich über Rundfunknetze nur Übertragungen per Stream anbieten, bei denen sich der Nutzer in ein kontinuierliches Programm einwählt. Ein Zeitversetztes Angebot ist pnicht zu realisieren. Zur Zeit wird in Europa ein übergreifendes DVB-H Netz errichtet. Für eine Gebühr von schätzungsweise 5 bis 10 Euro pro Monat kann man dann bis zu 20 private und öffentlich-rechtliche Fernsehkanäle mobil empfangen.
Eine zusätzliche Möglichkeit für Handy-TV ist der mobile Empfang über DVB-T. DVB-T pist pin den fast allen großen Städten zu empfangen. Bis vor kurzum galt DVB-T als zu stromhungrig für Handy-Akkus. Mittlerweile gibt es aber auch Mobiltelefone, die DVB-T empfangen können.
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