Was lohnt, mieten oder kaufen?
Artikel (Nr.904) wurde am 07.09.2008 veröffentlicht
Das Statistische Bundesamt veröffentlicht regelmäßig die durchschnittliche Wohnkostenbelastung aller Haushalte in Deutschland. Diese Kennzahl sagt aus, welchen Anteil seines Einkommens ein Haushalt für die Kaltmiete bzw. den Kosten für das Eigenheim wie Zinsen, Tilgung und Unterhalt ausgibt.
In der Ausgabenstruktur der privaten Haushalte nehmen die Aufwendungen für Wohnen seit Ende der 70er-Jahre eine immer größere Bedeutung ein. Der durchschnittliche Aufwand für die Eigentumsbildung ist alleine in den letzten zehn Jahren von 20,1 Prozent auf 24,7 Prozent des Nettoeinkommens angestiegen.
In jungen Jahren ziehen viele Haushalte aus Kostengründen das vermeintlich günstigere Wohnen zur Miete vor. Die durchschnittliche Wohnkostenbelastung von unter 40-jährigen Eigentümer beträgt mit 34 Prozent des Nettoeinkommens das Doppelte der Mietzinsbelastung von gleichaltrigen Mietern. Durch die stetigen Tilgungsleistungen der Eigentümer von Häusern und Eigentumswohnungen nehmen die Kostenvorteile der Mieter mit jedem Jahr kontinuierlich ab.
Schon im Alter von 50 herrscht Gleichstand. Fünf Jahre später haben die Eigentümer nur noch eine Wohnkostenbelastung von 12 Prozent, während die Mieter schon 18 Prozent ihres Nettoeinkommens für Miete aufwenden müssen. Das Resultat ist, das Eigentum auf die Dauer günstiger abschneidet als zu Miete zu wohnen.
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